Exkursion des LFA Amphibien- und Reptilienschutz des NABU NRW in ein Kreuzotter-Habitat in Senden am 07.09.2019

 

Die vom Landesfachausschuss des NABU NRW ausgerichtete Exkursionen war bestens geeignet, den Teilnehmern unsere heimische Natur nahezubringen.

 

Die Kreuzotter (Vipera berus) gehört zu den Vipern und ist eine kleine Giftschlange, die überall in Eurasien, sogar nördlich des Polarkreises anzutreffen ist. Sie ist im Bestand stark bedroht und steht daher in Deuschland unter Naturschutz.

 

Die Kreuzotter ist ein Lauerjäger. Sie lähmt ihre Beute (Mäuse, Frösche, Eidechsen) durch einen gezielten Biss,  verfolgt sie und verspeist si dann im Ganzen.

 

Kreuzottern sind bei eigener Körpertemperatur von 30 - 33 °C am aktivsten. Diese erreichen sie schon bei 20 °C durch eine Sonnenbad. Daher war das Wetter am Exkursionstag mit etwa 15 °C und hin und wieder Sonnenschein ganz passend. Es zeigten sich einige Kreuzottern. Wird es zu warm, ziehen sie sich in Mäuseläucher oder unter Steine und Wurzeln zurück.

 

In dem Habitat mit magerem Sandboden, extra angelegten Stein und Wurzelhaufen, sowie Schilfmatten zum Sonnen fühlen sie sich wohl. Gerne suchen sie auch die Stellen auf, an denen Deckel von großen Mülltonnen ausgelegt wurden. Dort sammeln sich auch gleich Mäuse darunter. Ein Kreuzotterparadies.

 

In diesem Gebiet sind etwa 50 Kreuzottern heimisch. Im Rahmen einer Masterarbeit wird die Entwicklung dieses Bestandes wissenschaftlich untersucht. Die 5 aufgefundenen Kreuzottern wurden kariert, d.h. gemessen, gewogen, deren Fundort mit GPS markiert und außerdem die Temperatur des Fundortes mit der IR-Kamera gemessen.

 

Es war ein interessanter Tag an einem schönen Ort, an dem die Natur noch Natur sein darf.!

 

Betrag erstellt am 09.09.2019


Imagefilm zum 120 jährigen Bestehen des NABU