Aktuelles


NABU: Erster „Tag der Streuobstwiese“ in Europa (30. April 2021).

Berlin - Erstmals wird am Freitag, den 30. April europaweit der erste „Tag der Streuobstwiese“ stattfinden. Die Bedeutung der Streuobstwiesen für die Tier- und Pflanzenwelt und die Gesellschaft soll in ganz Europa hervorgehoben werden: Der NABU unterstützt die Initiative der ARGE Streuobst Österreich und des Umweltdachverbands Österreich. mehr lesen...


Fledermäuse sterben leise

06.04.2021. Der Ausbau der erneuerbaren Energiegewinnung zeigt auch mehr und mehr unbedachte negative Folgen für Flora und Fauna auf. Besonders für die wenig beachteten und nur nachtaktiven Fledermäuse hat der Ausbau der Windenergie dramatische Folgen. Die für den Schutz der Fledermäuse vorgesehen Nachtabschaltzeiten bei Windkraftanlagen werden geschickt von den Anlagenbetreibern unwirksam eingesetzt. Die für die Nacht gewählten Abschaltparameter für Windgeschwindigkeit >6m/sek. und Temperatur > 10°C orientieren sich zwar an den für Fledermäusen üblichen Ausflugsbedingungen, berücksichtigen aber nicht deren Höhenposition ihrer üblichen Wohn-, Schlafplatz- oder Wochenstube. Es kann sich wohl jeder vorstellen, das die Wetterbedingungen in Gondelhöhen von 135 – 170 m neuerer Windanlagen nicht annähernd vergleichbar sind mit Ausflugsbedingungen in Höhen von 5m – 15m an Quartieren der Fledermäusen.

Hierzu gibt es umfangreiche Informationen von Fledermausexperten wie Dr. Henrike Körber vom NABU-Fledermausschutz Düsseldorf und von Dr. Volker Runkel aus Münster. Beide weisen auf jährlichen Verlustzahlen in Größenordnung von 250 000 -300 000 Exemplaren hin. Deshalb ist eine Korrektur der vom LANUV vorgegebenen Schutzbestimmungen für Fledermäusen in den Baugenehmigungen für Windanlagen unbedingt notwendig.

Bedeutsame Faktoren für hohe Verlustraten bei Fledermäusen sind die in den letzten Jahren vorgenommen Entnahmen von besonders alten, dicken Bäumen. Das sind Habitatsverluste, die nicht schnell zu ersetzen sind und der weiter voranschreitende Klimawandel mit warmen Wintern wird sich negativ auf die Winterruhe der Tiere auswirken.

Die benötigte Ruhezeit in Winterquartieren wird häufiger unterbrochen und macht dem dem Energiehaushalt der Tiere zu schaffen. Dazu der Verlust an Nahrungsmenge durch den Rückgang der Insekten, ausgelöst durch komplexe Zusammenhänge von Pestizideinsatz, landwirtschaftlichen Monokulturen und zunehmender Lichtverschmutzung durchgewerblicher Bebauung. Die Fledermäuse in Deutschland brauchen unsere Stimme, um überhaupt wahrgenommen zu werden.

Mein Appell an alle verantwortlichen Genehmigungsträger: Endlich effektiven Fledermausschutz zu schaffen!

Markus Suthoff


WN am 02.04.2021
WN am 02.04.2021

30.01.2021: Heute fand die Klima- und Insektenfreundliche Umrüstung der Beleuchtung an der Struckskuh in Lüdinghausen vom Vertretern der Interessengemeinschaft Struck (André Schlierkamp, Karsten Jakobs) und Vertretern des PdN (Reinhard Loewert) statt. 

 

Entwurf für Pressebericht

 

Strucks Kuh - ein leuchtendes Beispiel für Klimaschutz in Verdingung mit  Naturschutz

 

Heute um 18.00 Uhr wurde am Denkmal für die sogenannte „Strucks Kuh“  in Lüdinghausen ein neues Kapitel für Klimaschutz durch angewandten Umweltschutz aufgeschlagen. 

Eigentümerin des bekannten Denkmals für den letzten Kuhhirten von Lüdinghausen ist die Interessengemeinschaft Struck e.V. vertreten  durch Andre Schlierkamp und Karsten Jacobs. 

Durch Kontakte zum PdN-Mitglied Reinhard Loewert aus dem nahen Wohngebiet reifte die Idee, die vor vielen Jahren installierten Scheinwerfer am Kuh-Denkmal nach neuesten Erkenntnissen des Naturschutzes und als Beitrag zum Klimaschutz insektenfreundlich zu verändern. 

Der Vorstand hatte sich dabei eines Vorschlags der Lüdinghauser Gruppe von PATEN DER NACHT (PdN) angenommen und ihn heute in die Tat umgesetzt. 

Von der PdN-Gruppe war angeboten worden, mittels einer speziellen Folie die grelle, blaustichige Farbtemperatur der Scheinwerfer zu mildern und in ein warmes, gelblich-rotes Licht zu verwandeln.

Dadurch wird erreicht, das ein sogenannter Staubsaugereffekt auf nachtaktive Insekten vermieden wird. 

Denn solche Insekten haben bisher die Scheinwerfer bis zur völligen Erschöpfung umkreist und sind regelmäßig verendet. 

Dadurch standen sie weder zur Vermehrung der eigenen Art noch als Futter für nachtaktive Tiere zur  Verfügung, wie etwa die von Loewert geschützten Fledermäuse.

 

Weil aber grad die Nachtfalter und andere Insekten auch für die Bestäubung der meisten unserer Obst- und Gemüsepflanzen zuständig sind, besteht auf Dauer die Gefahr, dass wir das mal alles selber per Hand machen müssen. 

In China ist es schon soweit! 

Die Gemeinschaft Struck e.V. gilt somit als Vorreiter für die allgemeine Bestrebung in Stadt und Land, durch mehr Naturschutz auch den Klimaschutz zu fördern. 

Ein großes Lob der Vertreter der Naturschutzverbände NABU und BUND im Kreis Coesfeld ist ihnen sicher. 

Aber auch der Bürgermeister Mertens freut sich bestimmt über so viel Interesse und Einsatz für den Klimaschutz in Lüdinghausen, den er sich auf seine Fahne geschrieben hat. 


19.03.2021 um 19.45 Uhr. Das Rotkehlchen (Erithacus rubecula) wurde vom NABU zum Vogel des Jahres 2021 gewählt.
Vorläufiges amtliches Endergebnis der Wahl:
1. Rotkehlchen, 59.338 = 17,4%
2. Rauchschwalbe, 52.410 = 15,3%
3. Kiebitz, 43.227 = 12,6%
4. Feldlerche, 40.523 = 11,9%
5. Stadttaube, 31.453 = 9.2%
6. Haussperling, 28.137 = 8,2%
7. Goldregenpfeifer, 23.054 = 6,7%
8. Blaumeise, 22.908 = 6,7%
9. Eisvogel, 22.711 = 6,6%
10. Amsel, 17.988 = 5,3%


Petition für mehr Artenvielfalt

WDR 5 Neugier genügt - Freifläche 25.01.2021 12:23 Min. Verfügbar bis 25.01.2022 WDR 5

Eine Gruppe aktiver Naturschützer aus NRW will nicht mehr tatenlos zusehen, wie die Natur zurückgedrängt wird und die Artenvielfalt schwindet. Detlev Kröger ist ehemaliger NABU-Vorsitzender in Coesfeld und erklärt im Gespräch mit Thomas Koch, wie öffentliche Flächen ökologisch bewirtschaftet werden könnten.

Bitte hier anklicken und Sie kommen zu dem Beitrag auf WDR5.


"Stunde der Wintervögel": 20.709 Piepmätze im Kreis Coesfeld beobachtet.

 

 

 

 

 

Der Spatz hat den Schnabel vorn.

WN 20.01.2021


Titel 4/2020: Feldhamster - Foto: Ulrich Schenk
Titel 4/2020: Feldhamster - Foto: Ulrich Schenk

Das aktuelle NABU Mitgliedermagazin für NRW online

 

Diese Ausgabe beschäftigt sich mit der Zukunft des Waldes. Wir berichten über den Landesvertreterversammlung 2020 und den neuen Vorstand. Weitere Themen sind die Volksinitiative Artenvielfalt und der Feldhamster.

Weitere Informationen


Kurs Südwest: Die Kraniche ziehen

100.000 an den Rastplätzen, Tausende auf dem Flug

Titelfoto und dieses Foto: NABU Heinz Strunk
Titelfoto und dieses Foto: NABU Heinz Strunk

Mehr als 100.000 Kraniche machen derzeit Rast in Deutschland und ziehen in Richtung Südwest und überfliegen auch den Kreis Coesfeld.
Weitere Informationen finden Sie hier...

Auch der NABU Coesfeld ist an Beobachtungen interessiert. Diese werden auch auf dieser Internetseite veröffentlicht.

Hier können Sie Beobachtungen melden...

Meldungen auch unter:

Eigene Kranichbeobachtungen im NABU-Naturgucker online melden...


Dänische Eintagsfliege (Emphemera danica). Insekt des Jahres 2021

Die Dänische Eintagsfliege (Ephemera danica), ist auch unter dem Synonym Ephemera swammerdammiana bekannt.  Weitere Bezeichnungen: Große Eintagsfliege, Maifliege und Swammerdamm's . Sie gehört innerhalb der Familie der Eintagsfliegen (Ephemeridae) zur Gattung Ephemera.



Brauner Bär. Schmetterling des Jahres 2021

Brauner Bär. Schmetterling des Jahres 2021. Foto: Bernd Flicker
Brauner Bär. Schmetterling des Jahres 2021. Foto: Bernd Flicker

Der Braune Bär, ein Nachtfalter ist Schmetterling des Jahres 2021. Früher war er sehr häufig, mittlerweile hat er sich vom Kulturfolger zum Kulturflüchter entwickelt. Sein Lebensraum könnte überall sein, denn dieser Falter stellt keine hohen Ansprüche an die Nahrungspflanzen.
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Großer Wiesenknopf (Sanguisorba officinalis) - Blume des Jahres 2021

Großer Wiesenknopf (Sanguisorba officinialis) Blume des Jahres 2021. Foto: NABU/Christoph Buchen
Großer Wiesenknopf (Sanguisorba officinialis) Blume des Jahres 2021. Foto: NABU/Christoph Buchen

Großer Wiesenknopf (Sanguisorba officinalis) - Blumes des Jahres 2021

Der Große Wiesenknopf ist die Blume Jahres 2021. Wie jedes Jahr präsentiert die Loki-Schmidt-Stiftung eine Blume des Jahres. Wie die Stiftung bei der Präsentation der 42. Blume des Jahres mitteilt, soll mit der Auswahl für die Erhaltung des schonend genutzten Grünlands, der Heimat des Großen Wiesenknopfes, geworben werden. Ob der Große Wiesenknopf bei uns im Kreis Coesfeld heimisch ist fraglich ("Die Pflanzenwelt des Kreises Coesfeld", Klaus Kaplan, Reinhard Schraa. 23. Jahrgang, Sonderheft 2003 des "Kiebitz", NABU Coesfeld). Über Vorkommen des Großen Wiesenknopfes im Kreis Coesfeld liegen keine Ergebnisse vor. Foto: NABU/Christoph Buchen.



Rieselfelder Nottuln-Appelhülsen

SteverLandRoute im Bereich Nottuln nun komplett

Neue Beobachtungshütte eingeweiht

WN 20.11.2020

November 2020


Naturschutz in NRW

Das aktuelle NABU Mitgliedermagazin für NRW online

In dieser Ausgabe ist das Schwerpunkthema die Volksinitiative Artenvielfalt. Wir berichten über den offiziellen Startschuss und wie Sie die Initiative aktiv unterstützen können. Weitere Themen sind Gewässerschutz und Amphibien sowie Bildung für nachhaltige Entwicklung.

Titel 3/2020

Titel 3/2020

 

NABU-Mitglieder erhalten das komplette Magazin vierteljährlich in gedruckter Form. Hier finden sie das aktuelle, 20-seitige Heft des NABU NRW als Download und zum Lesen, manchmal sogar etwas früher als die Druckversion.

In der aktuellen Ausgabe 3/2020 ist das Schwerpunkthema die Volksinitiative Artenvielfalt. Wir berichten über den offiziellen Startschuss am Landtag und wie Sie die Volksinitiative aktiv unterstützen können. Weitere Themen des Heftes sind Gewässerschutz und Amphibien sowie Bildung für nachhaltige Entwicklung. Die NAJU stellt eine Themenwoche zu Meeresverschmutzung vor und berichtet über ein neues Projekt zu Tieren im Wald. Altbewährtes wie unser Artporträt, Buchtipps und die Veranstaltungshinweise runden das Heft auch diesmal ab.

Wie immer viel Spaß beim Lesen!
⇒ Zum aktuellen Heft

Weitere Heftinhalte finden Sie hier.


Umwelt/Insekten

NABU: Die Ackerhummel summt auf den ersten Platz

 

Rekordbeteiligung beim NABU-Insektensommer - fast 10.000 Meldungen

Berlin – Fast 10.000 Meldung über Sichtungen von Insekten hat der NABU beim diesjährigen Insektensommer erhalten – so viele wie noch nie. „Wir freuen uns sehr über die Rekord-Beteiligung“, so NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. „Sie zeigt: Immer mehr Menschen schauen genauer hin, wenn es um das Schicksal dieser wichtigen Tiergruppe geht. Das Entdecken und Beobachten von Käfer, Hummel und Co. macht aber auch einfach Spaß und ist eine tolle Beschäftigung für Familien in den Sommerferien.“

 

Auf Platz eins der am häufigsten gesichteten Insekten kam wie in den beiden Vorjahren im August die Ackerhummel. Es folgen diesen Hochsommer Honigbiene, Siebenpunkt-Marienkäfer, Kleiner Kohlweißling, Wildbiene, Wespe, Kleiner Fuchs, Großes Heupferd, Großer Kohlweißling und Admiral.

 

Was viele Menschen derzeit beim Grillen oder beim Eisessen stört – die vielen Wespen, spiegelt auch das Ergebnis des Insektensommers. „2020 scheint ein sehr gutes Wespenjahr zu sein“, so NABU-Insektenexpertin Laura Breitkreuz. Das schwarz-gelbe Insekt eroberte sich in diesem August Rang sechs der Liste der am häufigsten gemeldeten Insekten, nach Rang zwölf im vergangenen Jahr. Breitkreuz: „Es wurden auch mehr Individuen pro Zählung gemeldet als 2019. Im Schnitt waren es im August diesen Jahres 19,6 Wespen pro Meldung gegenüber im Durchschnitt 7,3 Wespen 2019.“ Das ist sogar mehr als bei der Augustzählung 2018, einem ebenfalls guten Wespenjahr. Hier waren 9,4 Wespen pro Meldung gesichtet worden. Breitkreuz: „Der milde Winter und der trockene, warme Sommer haben dafür gesorgt, dass es in diesem Hochsommer besonders viele der Tiere gibt.“

 

Beim diesjährigen Insektensommer stand bei beiden Zählungen der Marienkäfer im Fokus. Naturfreundinnen und -freunde waren aufgerufen, zu schauen, ob sie mehr heimische Siebenpunkt-Marienkäfer oder mehr Asiatische Marienkäfer entdecken können. Breitkreuz: „Im August wurde der Sieben-Punkt deutlich häufiger gemeldet. Im Juni dagegen lag der Asiatische Marienkäfer vorne.“ Insgesamt ist der Siebenpunkt in 3175 Meldungen aufgetaucht, der Asiatische in 2679 Meldungen. Breitkreuz: „Ein großer Unterschied ist also nicht gefunden worden, wenn auch der Siebenpunkt die Nase vorn hat. Das zeigt also, dass der vor einigen Jahrzehnten eingeführte Asiatische Marienkäfer mittlerweile in ganz Deutschland etabliert ist, aber den heimischen Siebenpunkt noch nicht verdrängt hat. Hier werden die kommenden Jahre zeigen, ob sich das Verhältnis ändert oder gleich bleibt.“

 

Die  Daten der Zählaktion „Insektensommer“ werden in Zusammenarbeit mit der Plattform www.naturgucker.de erfasst. Mit dem „Insektensommer“ will der NABU auf die enorme Bedeutung von Insekten aufmerksam machen. Durch Eingriffe von uns Menschen ist diese Tiergruppe ist stark gefährdet. In Deutschland gibt es etwa 33.000 Insektenarten, von denen viele schon auf der Roten Liste stehen. Im kommenden Jahr findet der Insektensommer vom 4. bis 13. Juni und vom 6. bis 15. August statt.

 

Mehr Infos: www.insektensommer.de

 

Insektentrainer: www.insektentrainer.de

 

NABU-App "Insektenwelt": www.NABU.de/insektenwelt

 

Medieninfos und kostenfreie Pressebilder: www.nabu.de/medien-insektensommer und www.nabu.de/pressebilder_insektensomme 

 

Häufig gestellte Fragen zum Insektensommer: www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/insektensommer/24141.html


Imagefilm zum 120 jährigen Bestehen des NABU