Willkommen beim NABU Coesfeld e.V.



Unsere nächste Veranstaltung:

05.03.2024 von 19.30-21.00 Uhr: Vortrag Wunderwelt Amphibien

Referentin: Farina Graßmann, Veranstaltungsort: Biologisches Zentrum Kreis Coesfeld in Lüdinghausen, Rohrkamp 29.

Unken mit herzförmigen Augen, Kröten mit Fesselkünsten und Frösche, die ihre Farbe wechseln – all das und vieles mehr lässt sich in unserer heimischen Amphibienwelt bestaunen. Die Paarungsgesänge unserer Amphibien sind aus Gärten und Landschaft nicht wegzudenken: Doch sie drohen zu verstummen.

In einem bebilderten Vortrag entführt Farina Graßmann in das faszinierende Leben der Amphibien. Sie ist Naturfotografin und Autorin unter anderem des Buches “Wunderwelt heimische Amphibien“. Dafür hat sie alle 20 hierzulande heimischen Amphibienarten in der Natur fotografiert. In ihrem Vortrag erzählt sie von den Begegnungen, die sie auf ihren Reisen gemacht hat, und geht der Frage auf den Grund, wie wir die Tiere schützen können.

 

Über

Farina Graßmann arbeitet als Naturfotografin, Autorin und Referentin für Naturschutzthemen. Die kleinen und großen Geschichten aus der Natur zu erzählen und damit für sie zu begeistern, ist der Antrieb für ihre Arbeit. Dabei steht der Schutz der Natur und ihren Bewohnern für sie im Mittelpunkt. In ihren Büchern „Wunderwelt Totholz“ und “Wunderwelt heimische Amphibien“ spiegelt sich die Vielfalt an Motiven wieder, die ihre Arbeit als Fotografin ausmacht.


Jetzt die Natur in NRW mit einem neuen Nationalpark schützen!

Die Uhr tickt unerbittlich in der Naturkrise. Die Vielfalt der Arten und Lebensräume schwindet in einem beunruhigenden Tempo, mit weitreichenden Folgen für uns Menschen. Mittendrin: NRW am Wendepunkt. Wir können jetzt entscheidende Lebensräume schützen, indem wir einen zweiten Nationalpark schaffen.

 

Wohl auch in diesem Wissen hat die aktuelle NRW-Landesregierung die Schaffung eines zweiten

Nationalparks in NRW bereits im Koalitionsvertrag festgehalten. Doch jetzt schiebt sie ihre Verantwortung auf die Kreistage ab, die nach dem Landesnaturschutzgesetz NRW dafür gar nicht verantwortlich sind. Welcher Standort in Frage kommt, soll nun auf dieser Ebene geklärt werden. Wer dabei gar nicht direkt gefragt wird? Die Bürger*innen, die von einem Nationalpark unmittelbar profitieren können.

 

Gemeinsam bekämpfen wir die Naturkrise: Mit deiner Teilnahme hilfst du, die Biodiversität nicht nur zu schützen, sondern aktiv wiederherzustellen. Gemeinsam schaffen wir öffentlichen Druck, damit die Landesregierung ihre Versprechen einhält.

Jetzt abstimmen und handeln – für einen zweiten Nationalpark, für NRW, für unsere Zukunft!


Vogel des Jahres 2024: Kiebitz (Vanellus vanellus)

„Kie-wit“ – waren Sie auch Team Kiebitz? Dann wird Sie diese Nachricht freuen: Der Kiebitz hat die Wahl zum Vogel des Jahres 2024 gewonnen! Rund 28 Prozent der Stimmen erhielt der sympathische „Gaukler der Lüfte“, der durch den Verlust von Feuchtwiesen leider mittlerweile stark gefährdet ist.

 

Fast 120.000 Menschen haben in diesem Jahr ihre Stimme für ihren Lieblingsvogel abgegeben, dafür ein großes Dankeschön! Denn ob Kiebitz, Steinkauz, Rebhuhn, Rauchschwalbe oder Wespenbussard – alle Vögel, die zur Wahl standen, sind auch Botschafter für den Schutz unserer Natur. Wollen Sie wissen, wo Ihr Favorit gelandet ist?



22.08.2023: Löffler (Platalea leucorodia)in der Steveraue bei Olfen.

 

 

 

 

 

Löffler (Platalea leucorodia) in der Steveraue bei Olfen hat Bernhard Wiefel jun. am 22.08.2023 im Bild festgehalten.

Noch mehr Bilder vom Löffler auf der Internetseite von Bernhard Wiefel jun.

Weitere Informationen über den Löffler.


25. und 26. Juli 2023: Auf dem vereinseigenen Acker "Kuhkamp" bei Billerbeck wurden drei Blänken angelegt.


Wildtierauffangstation abgelehnt – wieder eine Chance vergeben!

Wir vom Vorstand des NABU Kreisverband Coesfeld e.V. – und wir sprechen auch für die anderen NABU-Mitglieder – verstehen nicht, dass wildlebende Tiere – vor allem, wenn sie verletzt sind – keine Stimme und Schutz in unserem Kreis haben.


Junge Amsel, Foto: NABU/Sabine Teufl


Naturschützer bitten erneut um Rotmilan-Meldungen im Kreis Coesfeld

Rotmilan (Milvus milvus), Foto: Josef Fleige
Rotmilan (Milvus milvus), Foto: Josef Fleige

Wie bereits in den Vorjahren ruft das Naturschutzzentrum, der NABU und der Kreis Coesfeld die Bevölkerung zu Rotmilan-Beobachtungen im Kreisgebiet auf. Die Art ist anhand ihrer roten Gefiederfärbung sowie dem gegabelten Schwanz („Gabelweihe“) gut zu erkennen. Die Beobachtungen aus der Bevölkerung gaben in den letzten Jahren oft wichtige Hinweise auf Bruten.

Aktuell gehen die Naturschützer von etwa 40 Brutpaaren der Art im Kreis aus. Für den Schutz des Rotmilans haben wir in Deutschland eine herausragende Bedeutung, da nahezu die Hälfte der Weltpopulation bei uns brütet.

 

Meldungen bitte mit Datum der Beobachtung, Telefonnummer für eventuelle Rückfragen sowie einer

Kartendarstellung an: E-Mail oder Beobachtungsformular ausfüllen.

 

Die Ergebnisse der bisherigen Rotmilan-Untersuchungen im Kreis Coesfeld wurden jetzt in einer

ornithologischen Fachzeitschrift veröffentlicht. Als Dank für die rege Mithilfe schicken wir Ihnen auf

Anfrage gerne diesen Artikel (PDF) zu. Wer Interesse hat, teile uns dies bitte per E-Mail mit.

Veröffentlichung: Bestandszunahme des Rotmilan Milvus milvus im Münsterland - Ergebnisse einer Kartierung im Kreis Coesfeld 2019 bis 2021. Matthias Olthoff, Dorothee Knepper-Wollny, Thomas Hagedorn, Simon Lüling & Jens Brune. Charadrius 58, Heft 1, 2022


"Kühe zurück auf den Kuhkamp!“

Vom Maisacker zur Blumenweide

18.01.2023: Landkauf "Kuhkamp-Grönebrock" in der Nähe von Billerbeck.


Frage: Warum kauft der NABU einen Acker?

Antwort: Um dem Münsterland ein Stück ursprüngliche heimische Kulturlandschaft, sprich extensiv

genutztes Weidegrünland mit Hecken und Weidetümpeln, zurück zu geben.

 

Das Projekt heißt Kuhkamp-Grönebrock und liegt am Ortsrand von Billerbeck. Hier kaufte der NABU Kreisverband Coesfeld im Januar 2023 mit finanzieller Unterstützung durch das Land (FöNa) eine rd. 2,2 ha große Ackerfläche. Eigentum der Fläche ab 01.02.2023. Diese reizvolle hügelige Fläche wurde erst vor ca. 10 Jahren in Acker umgewandelt. Der Standort eignet sich aufgrund des Reliefs und der Vernässungsneigung eigentlich gar nicht für eine Ackernutzung.

Ziel des Ankaufs ist die Umwandlung des Maisackers in artenreiches Weidegrünland und

anschließende extensive Bewirtschaftung ohne Düngung und Biozidanwendung im Sinne des

Naturschutzes.


Solawi Crowdsalat: Dein Name für einen jungen Obstbaum. NABU Coesfeld unterstützt diese Aktion mit 10 Obstbäumen.

Solawi Crowdsalat hat in der Gemeinschaft eine Streuobstwiese mit 80 seltenen Obstsorten gepflanzt. Jeder Baum kann mit einer Spende unterstützt werden und bekommt einen Namen. Der NABU Coesfeld unterstützt diese Aktion mit 10 Bäumen, damit die Pflege der ersten 5 Jahre gesichtet ist. 

 

Weitere Informationen über Solawi...

 

 Folgende Zeilen erhielten wir von Solawi Crowdsalat:

Hallo liebe Namensgeber:innen,

mit eurer Unterstützung konnten wir im Dezember eine Obstwiese mit 82 Obstbäumen anlegen.

Viele Leute haben uns an den Pflanztagen vor Ort geholfen und über 60 Bäume tragen bereits einen Namen. Der Welterhof und die Solawi Crowdsalat sind überglücklich und sagen Dankeschön an EUCH.

Mit dieser Mail bekommt ihr ein Dokument mit den Daten zu denen von euch benannten Bäumen.

Erzählt gerne von uns, der Obstwiese und der gemeinsamen Energie für den Klimaschutz!

https://www.crowdsalat.eu/dein-name-fuer-obstbaeume/

Ihr bekommt Anfang des Jahres weitere Informationen zum Namensgebungstag, an dem wir gemeinsam die Namensschilder an die Bäume hängen werden. Dazu folgen dann auch Infos zur Bezahlung. Alles in Ruhe im nächsten Jahr.

Viele Grüße, eine besinnliche Zeit zum Jahresende und viel Kraft für das neue Jahr wünscht

Das Team vom Welterhof und der Solawi Crowdsalat

Die Solidarische Landwirtschaft kennt keine Verlierer!

Neue Wege – weg von der konventionellen Landwirtschaft – hin zu einer umweltverträglichen, für alle finanzierbaren Landwirtschaft! Die Solidarische Landwirtschaft kennt keine Verlierer!


Der aktuell in der Gemeinde Senden vergiftete Rotmilan.

Foto: Naturschutzzentrum Kreis Coesfeld e.V. / Matthias Olthoff

Naturschützer sind entsetzt: Erneute Rotmilan-Vergiftung im Kreis Coesfeld

Der Rotmilan ist ein faszinierender Greifvogel, der durch seinen gekerbten Schwanz und seine rote Färbung gut zu erkennen ist. Mit über der Hälfte der Weltpopulation hat Deutschland eine besondere Verantwortung für den Schutz dieser Art. In den letzten Jahren ist erfreulicherweise ein leichter Bestandsanstieg der Art im Münsterland zu verzeichnen.

In einer gemeinsamen Aktion hatten das Naturschutzzentrum, der NABU Coesfeld und die Untere Naturschutzbehörde des Kreises Coesfeld im Frühjahr 2021 die Bevölkerung erneut zur Meldung von Rotmilanen aufgerufen. Mehr als 300 Beobachtungen sind seitdem eingegangen. Bei der Kontrolle eines Horstes in der Gemeinde Senden machten die Naturschützer im Juli jedoch einen erschreckenden Fund: ein noch auf zwei Eiern sitzender Rotmilan wurde tot auf seinem Nestaufgefunden. 

Nachdem das tote Tier mit Hilfe eines Baumkletterers von seinem Horst geborgen werden konnte, wurde es unmittelbar dem Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt in Münster übergeben. Von dort kam nun der traurige Befund: der Milan ist mit einem bereits seit 2007 in der EU nicht mehrzugelassenen Insektizid vergiftet worden.


Leider ist dies nicht der erste Fall von Greifvogelvergiftungen im Kreisgebiet. Bereits 2019 konnten Mitarbeiter des Naturschutzzentrums mehrere vergiftete Rotmilane unter einem Nest in der Gemeinde Ascheberg vorfinden, erst im Februar 2021 wurden zwei vergiftete Mäusebussarde in den Gemeinden Billerbeck und Nottuln nachgewiesen. Eine Anfrage beim Komitee gegen den Vogelmord e.V. (Bonn) bestätigt diese traurige Tendenz: die Erfassungs- und Dokumentationsstelle für Greifvogelverfolgung und Artenschutzkriminalität (kurz: EDGAR) meldet seit 2005 insgesamt 23bekannt gewordene Fälle illegaler Verfolgungen im Kreis Coesfeld.

Aus Ermittlungsgründen werden der genaue Fundort und die Art des verwendeten Giftes nichtöffentlich bekannt gegeben. Das Gift stellt jedoch nicht nur für Greifvögel eine Gefahr dar. Menschen, die mit dem hochgefährlichen Gift in Kontakt kommen oder auch Hunde, die vergiftetes Fleisch aufnehmen, können schwere gesundheitliche Folgen davontragen. Die Naturschutzbehörde hat nun Strafanzeige gegen Unbekannt gestellt – in der Hoffnung, dass die Polizei die Täterüberführen kann. Denn eine Greifvogelvergiftung ist kein „Kavaliersdelikt“. Greifvögel wie der Rotmilan gehören zu den streng geschützten Arten. Jede Art der Nachstellung stellt eine Straftat dar, die mit bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe geahndet werden kann.

Die Naturschützer sind sich einig: sie werden auch in den nächsten Jahren bei diesen Straftaten nicht wegschauen und diese skrupellosen Vergiftungsaktivitäten zur Anzeige bringen.

Bei verdächtigen Funden toter Greifvögel melden Sie sich bitte bei der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises Coesfeld. Bitte sehen Sie dabei aber von der Meldung toter Straßenverkehrsopfer ab.

 

Gemeinsame Pressemitteilung von NABU Coesfeld e. V. Naturschutzzentrum Kreis Coesfeld e. V. Kreis Coesfeld | Untere Naturschutzbehörde. 05.09.2021

Ein Baumkletterer holt den vergifteten Rotmilan aus dem Horst.

Fotos: Naturschutzzentrum Kreis Coesfeld e.V. / Matthias Olthoff


Rotmilan (Milvus milvus), Fotos: Hans-Wilhelm Grömping

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