Willkommen beim NABU Coesfeld e.V.



Unsere nächste Veranstaltung:

29.06.2024 ab 14 Uhr: Sommerfest mit dem BUND Lüdinghausen und Olfen.

Der NABU Coesfeld lädt zum Sommerfest den BUND Lüdinghausen und Olfen ein. Gemeinsam möchten wir einen schönen Nachmittag im Naturschutzzentrum Kreis Coesfeld in Nottuln-Darup verleben. Alle Mitglieder vom NABU Coesfeld sind hierzu herzlich eingeladen. 

 

Wanderung in den neuen Wildniswald „Im Nott“ bei Darup.

 

Im Rahmen einer etwa 1,5 stündigen Wanderung wird Matthias Olthoff das neue Wildnisgebiet „Im Nott“ vorstellen. Wie im Frühjahr dieses Jahres durch den Gemeinderat Nottuln beschlossen, wird hier ein 2,7 ha großes, buchengeprägtes Waldstück vor den Toren Darups in Zukunft forstwirtschaftlich nicht mehr genutzt. Stattdessen soll sich hier ein Lebensraum für alt- und totholzbewohnende Arten entwickeln - wie etwa für die Bechsteinfledermaus, die in den Baumbergen einen landesweiten Verbreitungsschwerpunkt besitzt. Gemeinsam mit der Gemeinde Nottuln und zahlreichen Bürger*innen Darups hatte sich das Naturschutzzentrum für die Ausweisung dieses Wildnisgebietes stark gemacht.

 

Damit wir diesen Tag planen können, bitte wir um Angabe der Teilnehmer. Der NABU Coesfeld freut sich auch über einer Spende in Form von Salaten, Kuchen usw.

Anmeldeformular bitte ausfüllen.


Ausgezeichnete Naturoase 2024

Für Natur und Klima: Warum dein Naturgarten, Ökoteich, oder deine Blumenwiese wichtig ist.

LOGO: Design Luke Hintemann - NABU Borken und Adrienne Rusch. Schild (Alu-Verbundplatte) für diese Aktion. Projektinitiatorin Dipl. Ing. Chriss Hintemann (NABU Borken)
LOGO: Design Luke Hintemann - NABU Borken und Adrienne Rusch. Schild (Alu-Verbundplatte) für diese Aktion. Projektinitiatorin Dipl. Ing. Chriss Hintemann (NABU Borken)

Auch in 2024 zeichnet der NABU Kreisverband Coesfeld wieder Bürger aus, die ihren Garten,

ihre Wiese, ihren Teich, oder andere Flächen naturnah gestaltet, sozusagen ihre „Naturoase“

geschaffen haben.

 

Naturnahe Flächen werden immer seltener und damit gleichzeitig auch immer bedeutsamer.

Nicht nur als Überlebensraum für Wildtiere und Pflanzen, sondern auch zum Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen incl. des Klimas.

Weitere Informationen und Anmeldung des Naturgarten.


20 Jahre künstlicher Stollen mit Braunen Langohren

Foto Dagmar Fritz, Anlage
Foto Dagmar Fritz, Anlage

Erstmalig seit Herbst 2023 mische ich mich nach vielen Jahren meiner Arbeit zu Fledermäusen und der Betreuung von privaten Quartieren nun offiziell unter die AGs für

Fledermausschutz, auch für den NABU Coesfeld, mit Fokus auf den südlichen Teil des Kreises.

 

Reinhard Loewert übergab mir nach langjähriger Tatkraft ´seine´ Bunker sowie den künstlichen Fledermausstollen, den ich seither vor Ort beim Biologischen Zentrum

Lüdinghausen betreue. Dieser Stollen feiert nach Einweihung in 2004 nun sein 20-jähriges Jubiläum.

Der Bau dauerte 2 Jahre, war begleitet von Höhen und Tiefen, so dass Reinhard Loewert und seine Mitstreiter stolz zurück blicken dürfen auf so viel Schwerstarbeit ´an der

Schippe´ und dieses außerordentliche Bauwerk. 

Und genau dort verbringen nun Braune Langohren in feuchter Kühle die Winterzeit.

 

Unter den hiesigen Fledermausarten fallen sie auf durch ihre riesigen Ohren. Diese biegen sie in Ruhezeiten zum Schutz unter die Arme zurück und sehen somit aus wie kleine Widder. Dabei ragt nur noch der sog. Tragus, ein Artbestimmungsmerkmal, heraus.

Anders als die zu Tausenden in den Baumbergen überwin-ternden Mausohr-Arten, überwintern Braune Langohren nur in Zusammenschlüssen von ca. 20 Tieren. Unter Rotlicht gezählt können wir schnell erkennen, ob Populationen stabil sind.

Braune Langohren sind so etwas wie Pioniere. Andere Arten können folgen, müssen es aber nicht.

 

Fledermäuse sind wählerisch. Eine Besiedlung neu geschaffener Quartiere kann viele Jahre dauern. So dauerte es auch in diesem Stollen 5 Jahre des langen Wartens, bis die erste Fledermaus einzog. Artspezifische Faktoren müssen stimmen. Zuletzt konnte in einem anderen Bunker eine flache Bewässerung diese Art zurück locken in ihr altes Quartier, denn es war zu trocken geworden in den Jahren zuvor.

Auch dies ein Erfolg! 

Text und Fotos: Dagmar Fritz



Ornithologische Berichte aus dem Kreis Coesfeld

Der NABU Coesfeld erfasst seit vielen Jahren Beobachtungen von Vögeln der etwas selteneren Arten im Kreis Coesfeld, die von unserem NABU-Mitglied Reinhard Trautmann jeweils in Jahresberichten zusammengestellt werden.

 

Nach 20-jähriger Datenerfassung möchte Reinhard Trautmann diese ab 2023 nicht weiter fortsetzen. Für die fleißige Mitwirkung in den vergangenen Jahren möchte ich mich ganz herzlich bedanken und wünsche Ihnen viel Spaß an weiteren ornithologischen Beobachtungen.

Reinhard Trautmann

 

NABU Mitglied Kevin Hielscher wird ab 2024 die Beobachtungsdaten in einem Jahresbericht erfassen. Beobachtungen von seltenen Vogelarten im Kreis Coesfeld können per E-Mail, über das Kontaktformular oder auch telefonisch an Kevin Hielscher weiterleiten.

Telefon: 0151 46663250 oder Kontaktformular ausfüllen.


Naturschützer bitten erneut um Rotmilan-Meldungen im Kreis Coesfeld

Rotmilan (Milvus milvus), Foto: Josef Fleige
Rotmilan (Milvus milvus), Foto: Josef Fleige

Wie bereits in den Vorjahren ruft das Naturschutzzentrum, der NABU und der Kreis Coesfeld die Bevölkerung zu Rotmilan-Beobachtungen im Kreisgebiet auf. Die Art ist anhand ihrer roten Gefiederfärbung sowie dem gegabelten Schwanz („Gabelweihe“) gut zu erkennen. Die Beobachtungen aus der Bevölkerung gaben in den letzten Jahren oft wichtige Hinweise auf Bruten.

Aktuell gehen die Naturschützer von etwa 40 Brutpaaren der Art im Kreis aus. Für den Schutz des Rotmilans haben wir in Deutschland eine herausragende Bedeutung, da nahezu die Hälfte der Weltpopulation bei uns brütet.

 

Meldungen bitte mit Datum der Beobachtung, Telefonnummer für eventuelle Rückfragen sowie einer

Kartendarstellung an: E-Mail oder Beobachtungsformular ausfüllen.

 

Die Ergebnisse der bisherigen Rotmilan-Untersuchungen im Kreis Coesfeld wurden jetzt in einer

ornithologischen Fachzeitschrift veröffentlicht. Als Dank für die rege Mithilfe schicken wir Ihnen auf

Anfrage gerne diesen Artikel (PDF) zu. Wer Interesse hat, teile uns dies bitte per E-Mail mit.

Veröffentlichung: Bestandszunahme des Rotmilan Milvus milvus im Münsterland - Ergebnisse einer Kartierung im Kreis Coesfeld 2019 bis 2021. Matthias Olthoff, Dorothee Knepper-Wollny, Thomas Hagedorn, Simon Lüling & Jens Brune. Charadrius 58, Heft 1, 2022


Herzlichen Glückwunsch Ingrid und ElmarMeier

Foto: Sabine Geburzky
Foto: Sabine Geburzky

 

Am 14. Februar 2024 wurde es feierlich im Großen Sitzungssaal der Kreisverwaltung Coesfeld.

 

Landrat Dr. Schulze-Pellengahr überreichte im Auftrag des Bundespräsidenten die Verdienst-kreuze am Bande und die Verleihungsurkunden für ihre langjährigen Verdienste im Bereich des Natur- und Tierschutzes unserem NABU-Mitglied Elmar und seiner Frau Ingrid Meier.

 

Dr. Schulze-Pellengahr und Dr. Wagner, Kurator für Forschung und Artenschutz am Allwetterzoo Münster, ehrten in ihren Laudationen das über Jahrzehnte andauernde ehrenamtliche Engagement und den unermüdlichen Einsatz für den Schutz und der Nachzüchtung bedrohter asiatischer Schildkrötenarten.

 

Als im Oktober 2003 das Internationales Zentrum für Schildkröten-schutz (IZS) im Allwetterzoo Münster eingeweiht wurde, war das vor allem der Verdienst von Ingrid und Elmar Meier, die über Jahre hinweg dafür geworben haben, ein solches Zentrum aufzubauen.

 

Das Ansinnen war eine nachhaltige Erhaltungszucht aufzubauen und damit Privathalter mit einem Zoo zu vernetzen. Und dies ist gelungen, denn mittlerweile hat der Allwetterzoo die Verantwortung für diese besondere Artenschutzeinrichtung, die internationale Beachtung aufweisen kann, übernommen und führt die Arbeit des Ehepaars erfolgreich weiter.

 

2017 gelang eine ganz besondere Nachzucht: die ersten Individuen der Zhoui’s Scharnierschildkröte (Cuora zhoui), deren Elterntiere selber bereits im Zoo geboren wurden, sind geschlüpft. Dies ist auch auf den immensen Einsatz von Ingrid und Elmar Meier zurückzuführen. Deshalb wurde Elmar in den USA mit dem renommierten Pritchard Award für sein beeindruckendes Lebenswerk geehrt. Die Auszeichnung, die von bedeutenden Organisationen wie dem Turtle Conservation Fund (TCF), der Turtle Conservancy (TC), der

Turtle Survival Alliance (TSA) und der IUCN Species Survival Commission (IUCNSSC) vergeben

wird, würdigt diese über zwei Jahrzehnte unermüdliche Arbeit.

Herzlichen Glückwunsch

Dorothea Knepper-Wollny


Jetzt die Natur in NRW mit einem neuen Nationalpark schützen!

Die Uhr tickt unerbittlich in der Naturkrise. Die Vielfalt der Arten und Lebensräume schwindet in einem beunruhigenden Tempo, mit weitreichenden Folgen für uns Menschen. Mittendrin: NRW am Wendepunkt. Wir können jetzt entscheidende Lebensräume schützen, indem wir einen zweiten Nationalpark schaffen.

 

Wohl auch in diesem Wissen hat die aktuelle NRW-Landesregierung die Schaffung eines zweiten

Nationalparks in NRW bereits im Koalitionsvertrag festgehalten. Doch jetzt schiebt sie ihre Verantwortung auf die Kreistage ab, die nach dem Landesnaturschutzgesetz NRW dafür gar nicht verantwortlich sind. Welcher Standort in Frage kommt, soll nun auf dieser Ebene geklärt werden. Wer dabei gar nicht direkt gefragt wird? Die Bürger*innen, die von einem Nationalpark unmittelbar profitieren können.

 

Gemeinsam bekämpfen wir die Naturkrise: Mit deiner Teilnahme hilfst du, die Biodiversität nicht nur zu schützen, sondern aktiv wiederherzustellen. Gemeinsam schaffen wir öffentlichen Druck, damit die Landesregierung ihre Versprechen einhält.

Jetzt abstimmen und handeln – für einen zweiten Nationalpark, für NRW, für unsere Zukunft!


Vogel des Jahres 2024: Kiebitz (Vanellus vanellus)

„Kie-wit“ – waren Sie auch Team Kiebitz? Dann wird Sie diese Nachricht freuen: Der Kiebitz hat die Wahl zum Vogel des Jahres 2024 gewonnen! Rund 28 Prozent der Stimmen erhielt der sympathische „Gaukler der Lüfte“, der durch den Verlust von Feuchtwiesen leider mittlerweile stark gefährdet ist.

 

Fast 120.000 Menschen haben in diesem Jahr ihre Stimme für ihren Lieblingsvogel abgegeben, dafür ein großes Dankeschön! Denn ob Kiebitz, Steinkauz, Rebhuhn, Rauchschwalbe oder Wespenbussard – alle Vögel, die zur Wahl standen, sind auch Botschafter für den Schutz unserer Natur. Wollen Sie wissen, wo Ihr Favorit gelandet ist?



25. und 26. Juli 2023: Auf dem vereinseigenen Acker "Kuhkamp" bei Billerbeck wurden drei Blänken angelegt.


"Kühe zurück auf den Kuhkamp!“

Vom Maisacker zur Blumenweide

18.01.2023: Landkauf "Kuhkamp-Grönebrock" in der Nähe von Billerbeck.


Frage: Warum kauft der NABU einen Acker?

Antwort: Um dem Münsterland ein Stück ursprüngliche heimische Kulturlandschaft, sprich extensiv

genutztes Weidegrünland mit Hecken und Weidetümpeln, zurück zu geben.

 

Das Projekt heißt Kuhkamp-Grönebrock und liegt am Ortsrand von Billerbeck. Hier kaufte der NABU Kreisverband Coesfeld im Januar 2023 mit finanzieller Unterstützung durch das Land (FöNa) eine rd. 2,2 ha große Ackerfläche. Eigentum der Fläche ab 01.02.2023. Diese reizvolle hügelige Fläche wurde erst vor ca. 10 Jahren in Acker umgewandelt. Der Standort eignet sich aufgrund des Reliefs und der Vernässungsneigung eigentlich gar nicht für eine Ackernutzung.

Ziel des Ankaufs ist die Umwandlung des Maisackers in artenreiches Weidegrünland und

anschließende extensive Bewirtschaftung ohne Düngung und Biozidanwendung im Sinne des

Naturschutzes.


Solawi Crowdsalat: Dein Name für einen jungen Obstbaum. NABU Coesfeld unterstützt diese Aktion mit 10 Obstbäumen.

Solawi Crowdsalat hat in der Gemeinschaft eine Streuobstwiese mit 80 seltenen Obstsorten gepflanzt. Jeder Baum kann mit einer Spende unterstützt werden und bekommt einen Namen. Der NABU Coesfeld unterstützt diese Aktion mit 10 Bäumen, damit die Pflege der ersten 5 Jahre gesichtet ist. 

 

Weitere Informationen über Solawi...

 

 Folgende Zeilen erhielten wir von Solawi Crowdsalat:

Hallo liebe Namensgeber:innen,

mit eurer Unterstützung konnten wir im Dezember eine Obstwiese mit 82 Obstbäumen anlegen.

Viele Leute haben uns an den Pflanztagen vor Ort geholfen und über 60 Bäume tragen bereits einen Namen. Der Welterhof und die Solawi Crowdsalat sind überglücklich und sagen Dankeschön an EUCH.

Mit dieser Mail bekommt ihr ein Dokument mit den Daten zu denen von euch benannten Bäumen.

Erzählt gerne von uns, der Obstwiese und der gemeinsamen Energie für den Klimaschutz!

https://www.crowdsalat.eu/dein-name-fuer-obstbaeume/

Ihr bekommt Anfang des Jahres weitere Informationen zum Namensgebungstag, an dem wir gemeinsam die Namensschilder an die Bäume hängen werden. Dazu folgen dann auch Infos zur Bezahlung. Alles in Ruhe im nächsten Jahr.

Viele Grüße, eine besinnliche Zeit zum Jahresende und viel Kraft für das neue Jahr wünscht

Das Team vom Welterhof und der Solawi Crowdsalat

Die Solidarische Landwirtschaft kennt keine Verlierer!

Neue Wege – weg von der konventionellen Landwirtschaft – hin zu einer umweltverträglichen, für alle finanzierbaren Landwirtschaft! Die Solidarische Landwirtschaft kennt keine Verlierer!


Der aktuell in der Gemeinde Senden vergiftete Rotmilan.

Foto: Naturschutzzentrum Kreis Coesfeld e.V. / Matthias Olthoff

Naturschützer sind entsetzt: Erneute Rotmilan-Vergiftung im Kreis Coesfeld

Der Rotmilan ist ein faszinierender Greifvogel, der durch seinen gekerbten Schwanz und seine rote Färbung gut zu erkennen ist. Mit über der Hälfte der Weltpopulation hat Deutschland eine besondere Verantwortung für den Schutz dieser Art. In den letzten Jahren ist erfreulicherweise ein leichter Bestandsanstieg der Art im Münsterland zu verzeichnen.

In einer gemeinsamen Aktion hatten das Naturschutzzentrum, der NABU Coesfeld und die Untere Naturschutzbehörde des Kreises Coesfeld im Frühjahr 2021 die Bevölkerung erneut zur Meldung von Rotmilanen aufgerufen. Mehr als 300 Beobachtungen sind seitdem eingegangen. Bei der Kontrolle eines Horstes in der Gemeinde Senden machten die Naturschützer im Juli jedoch einen erschreckenden Fund: ein noch auf zwei Eiern sitzender Rotmilan wurde tot auf seinem Nestaufgefunden. 

Nachdem das tote Tier mit Hilfe eines Baumkletterers von seinem Horst geborgen werden konnte, wurde es unmittelbar dem Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt in Münster übergeben. Von dort kam nun der traurige Befund: der Milan ist mit einem bereits seit 2007 in der EU nicht mehrzugelassenen Insektizid vergiftet worden.


Leider ist dies nicht der erste Fall von Greifvogelvergiftungen im Kreisgebiet. Bereits 2019 konnten Mitarbeiter des Naturschutzzentrums mehrere vergiftete Rotmilane unter einem Nest in der Gemeinde Ascheberg vorfinden, erst im Februar 2021 wurden zwei vergiftete Mäusebussarde in den Gemeinden Billerbeck und Nottuln nachgewiesen. Eine Anfrage beim Komitee gegen den Vogelmord e.V. (Bonn) bestätigt diese traurige Tendenz: die Erfassungs- und Dokumentationsstelle für Greifvogelverfolgung und Artenschutzkriminalität (kurz: EDGAR) meldet seit 2005 insgesamt 23bekannt gewordene Fälle illegaler Verfolgungen im Kreis Coesfeld.

Aus Ermittlungsgründen werden der genaue Fundort und die Art des verwendeten Giftes nichtöffentlich bekannt gegeben. Das Gift stellt jedoch nicht nur für Greifvögel eine Gefahr dar. Menschen, die mit dem hochgefährlichen Gift in Kontakt kommen oder auch Hunde, die vergiftetes Fleisch aufnehmen, können schwere gesundheitliche Folgen davontragen. Die Naturschutzbehörde hat nun Strafanzeige gegen Unbekannt gestellt – in der Hoffnung, dass die Polizei die Täterüberführen kann. Denn eine Greifvogelvergiftung ist kein „Kavaliersdelikt“. Greifvögel wie der Rotmilan gehören zu den streng geschützten Arten. Jede Art der Nachstellung stellt eine Straftat dar, die mit bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe geahndet werden kann.

Die Naturschützer sind sich einig: sie werden auch in den nächsten Jahren bei diesen Straftaten nicht wegschauen und diese skrupellosen Vergiftungsaktivitäten zur Anzeige bringen.

Bei verdächtigen Funden toter Greifvögel melden Sie sich bitte bei der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises Coesfeld. Bitte sehen Sie dabei aber von der Meldung toter Straßenverkehrsopfer ab.

 

Gemeinsame Pressemitteilung von NABU Coesfeld e. V. Naturschutzzentrum Kreis Coesfeld e. V. Kreis Coesfeld | Untere Naturschutzbehörde. 05.09.2021

Ein Baumkletterer holt den vergifteten Rotmilan aus dem Horst.

Fotos: Naturschutzzentrum Kreis Coesfeld e.V. / Matthias Olthoff


Rotmilan (Milvus milvus), Fotos: Hans-Wilhelm Grömping

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