Willkommen beim NABU Coesfeld e.V.

40 Jahre NABU Coesfeld - 1981-2021

Für Mensch und Natur


05.10.2021 von 19-21 Uhr  Vortrag "Rotkehlchen - Vogel des Jahres 2021"

NABU-Abend mit Vortrag über Probleme und Möglichkeiten für den Vogel des Jahres.

Treffpunkt: Naturschutzzentrum Coesfeld, Alter Hof Schoppmann,  Am Hagenbach 11, Nottuln-Darup. 

Referent: Michael Jöbges 


Der aktuell in der Gemeinde Senden vergiftete Rotmilan.

Foto: Naturschutzzentrum Kreis Coesfeld e.V. / Matthias Olthoff

Naturschützer sind entsetzt: Erneute Rotmilan-Vergiftung im Kreis Coesfeld

Der Rotmilan ist ein faszinierender Greifvogel, der durch seinen gekerbten Schwanz und seine rote Färbung gut zu erkennen ist. Mit über der Hälfte der Weltpopulation hat Deutschland eine besondere Verantwortung für den Schutz dieser Art. In den letzten Jahren ist erfreulicherweise ein leichter Bestandsanstieg der Art im Münsterland zu verzeichnen.

In einer gemeinsamen Aktion hatten das Naturschutzzentrum, der NABU Coesfeld und die Untere Naturschutzbehörde des Kreises Coesfeld im Frühjahr 2021 die Bevölkerung erneut zur Meldung von Rotmilanen aufgerufen. Mehr als 300 Beobachtungen sind seitdem eingegangen. Bei der Kontrolle eines Horstes in der Gemeinde Senden machten die Naturschützer im Juli jedoch einen erschreckenden Fund: ein noch auf zwei Eiern sitzender Rotmilan wurde tot auf seinem Nestaufgefunden. 

Nachdem das tote Tier mit Hilfe eines Baumkletterers von seinem Horst geborgen werden konnte, wurde es unmittelbar dem Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt in Münster übergeben. Von dort kam nun der traurige Befund: der Milan ist mit einem bereits seit 2007 in der EU nicht mehrzugelassenen Insektizid vergiftet worden.


Leider ist dies nicht der erste Fall von Greifvogelvergiftungen im Kreisgebiet. Bereits 2019 konnten Mitarbeiter des Naturschutzzentrums mehrere vergiftete Rotmilane unter einem Nest in der Gemeinde Ascheberg vorfinden, erst im Februar 2021 wurden zwei vergiftete Mäusebussarde in den Gemeinden Billerbeck und Nottuln nachgewiesen. Eine Anfrage beim Komitee gegen den Vogelmord e.V. (Bonn) bestätigt diese traurige Tendenz: die Erfassungs- und Dokumentationsstelle für Greifvogelverfolgung und Artenschutzkriminalität (kurz: EDGAR) meldet seit 2005 insgesamt 23bekannt gewordene Fälle illegaler Verfolgungen im Kreis Coesfeld.

Aus Ermittlungsgründen werden der genaue Fundort und die Art des verwendeten Giftes nichtöffentlich bekannt gegeben. Das Gift stellt jedoch nicht nur für Greifvögel eine Gefahr dar. Menschen, die mit dem hochgefährlichen Gift in Kontakt kommen oder auch Hunde, die vergiftetes Fleisch aufnehmen, können schwere gesundheitliche Folgen davontragen. Die Naturschutzbehörde hat nun Strafanzeige gegen Unbekannt gestellt – in der Hoffnung, dass die Polizei die Täterüberführen kann. Denn eine Greifvogelvergiftung ist kein „Kavaliersdelikt“. Greifvögel wie der Rotmilan gehören zu den streng geschützten Arten. Jede Art der Nachstellung stellt eine Straftat dar, die mit bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe geahndet werden kann.

Die Naturschützer sind sich einig: sie werden auch in den nächsten Jahren bei diesen Straftaten nicht wegschauen und diese skrupellosen Vergiftungsaktivitäten zur Anzeige bringen.

Bei verdächtigen Funden toter Greifvögel melden Sie sich bitte bei der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises Coesfeld. Bitte sehen Sie dabei aber von der Meldung toter Straßenverkehrsopfer ab.

 

Gemeinsame Pressemitteilung von NABU Coesfeld e. V. Naturschutzzentrum Kreis Coesfeld e. V. Kreis Coesfeld | Untere Naturschutzbehörde. 05.09.2021

Ein Baumkletterer holt den vergifteten Rotmilan aus dem Horst.

Fotos: Naturschutzzentrum Kreis Coesfeld e.V. / Matthias Olthoff


Rotmilan (Milvus milvus), Fotos: Hans-Wilhelm Grömping


Rotmilan (Milvus milvus), Foto: Matthias Olthoff
Rotmilan (Milvus milvus), Foto: Matthias Olthoff

Wer hat den Rotmilan gesehen?

 

Der Rotmilan ist ein beeindruckender Greifvogel, der in den letzten Jahren im Kreis Coesfeld häufiger zu beobachten ist. Die umgangssprachlich auch Gabelweihe genannte Art ist auf Grund seiner roten Färbung und seines gekerbten Schwanzes nahezu unverwechselbar. Über die Hälfte der Weltpopulation brütet in Deutschland, weswegen wir eine besondere Verantwortung für den Schutz dieser Art haben.

 

Das Naturschutzzentrum Kreis Coesfeld, der NABU Kreis Coesfeld und der Kreis Coesfeld möchten möglichst viel über die Verbreitung des Rotmilans wissen, um die Art in Zukunft besser schützen zu können.

 

Bereits im Jahr 2019 hatten wir aufgrund eines Presseaufrufes über 250 Rotmilan-Meldungen aus dem Kreis Coesfeld erhalten, die uns wertvolle Hinweise zu Vorkommen der Art gebracht haben. Deswegen möchten wir Sie erneut bitten, uns aktuelle Beobachtungen des Rotmilans aus dem Kreisgebiet mitzuteilen.

Bitte melden Sie Ihre aktuellen Beobachtungen, am besten mit Datum, Telefonnummer für eventuelle Rückfragen sowie einer Kartendarstellung, an: rotmilan@naturschutzzentrum-coesfeld.de

Tipp:

Informationen über den Rotmilan

- Rettet die Roten


Naturerbe Borkenberge

Offener Brief an den Landrat des Kreises Coesfeld

Naturerbe Borkenberge – unser einzigartiges Naturjuwel im Münsterland

Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr, Dorothea Knepper-Wollny, Markus Suthoff, Winfried Rusch und Christoph Steinhoff. Foto: Kreis Coesfeld, Christian Schwarz.

Lebensraum für viele Tierarten  in den Borkenbergen in Gefahr

                           

            Die Mitglieder der NABU-KREISGRUPPE Coesfeld machen sich zur Zeit große Sorgen um den Bestand schützenswerter Tier- und Pflanzenarten im Naturschutzgebiet Borkenberge.

            Massive Störungen durch  Moutainbiker, Quad- und Motorcrossfahrer verhindern eine erfolgreiche Brutsaison für viele der hier ansässigen seltenen Vogelarten wie Ziegenmelker,

            Heidelerche, Schafstelzen, Wespenbussarde.

      Aus diesem Grund wurde folgender Brief am 18.06.2021 dem Landrat des Kreises Coesfeld Dr. Schulze Pellengahr im Kreishaus überreicht.

      Außerdem war der Leiter der Unteren Naturschutzbehörde beim Kreis Coesfeld, Christoph Steinhoff, anwesend.

      Dabei waren Dorothea Knepper-Wollny, Markus Suthoff und Winfried Rusch. 

Offener Brief an den:

 

An den

Landrat des Kreises Coesfeld

Herrn Dr. Christian Schulze Pellengahr

Friedrich-Ebert-Straße 7

48653 Coesfeld

 

Sehr geehrter Herr Dr. Schulze Pellengahr,

 

Was ist mit der Vision von Wildpferden, Heckrindern und Wisenten, die über Freiflächen ziehen und wertvolle Arbeiten für den Naturschutz leisten?

Wo sind die Ranger, die verhindern, dass Motorcrosser und Spaziergänger mit freilaufenden Hunden das Gebiet für sich erobern und seltene Bodenbrüter wie Kranich, Ziegenmelker und Heidelerche vergrämen?

Wo sind die naturkundlichen Führungen, in denen Familien mit Kindern seltene Lebensräume und Arten der Borkenberge erklärt werden?

Verstauben die ehemals hochgelobten Pläne seit nunmehr sechs Jahren in den Schubladen der DBU?

Warum ist nach Abzug des Militärs im Jahr 2015 noch kein einziger Acker extensiviert und kein Entwässerungsgraben verschlossen worden?

Wer ist verantwortlich für die Verbuschung der Heiden, die unveränderte Entwässerung der Feuchtgebiete und die Fortführung der intensiven Ackerwirtschaft? Die Untere Naturschutzbehörde, die Bezirksregierung, der Bundesforst oder die DBU Naturerbe GmbH?

 

Viele Mitglieder unserer NABU-KREISGRUPPE Coesfeld machen sich große Sorgen um die wertvollen Arten und Lebensräume im Nationalen Naturerbe Borkenberge.

 

Massive Störungen durch Mountainbiker, Quad-und Motorcrossfahrer verhindern eine erfolgreiche Brutsaison für viele der seltenen Vogelarten in diesem Europäischen Vogelschutzgebiet. Die Fortführung eines Rangerdienstes wird als dringend notwendig erachtet. Der traurige tödliche Unfall eines Crossfahrers ist ein Alarmzeichen für die Gefährdung der öffentlichen Sicherheit. Unser Kreisverband sah mit den damaligen Ideen unter dem Titel „Westfalens Wilder Westen“ ein gutes Konzept und wartet seit Jahren auf die Umsetzung.

 

Deshalb schlagen wir folgende Sofortmaßnahmen vor, um die jetzige Fehlentwicklung zu stoppen:

•Umsetzung eines Großbeweidungskonzeptes mit Wisenten, Heckrindern und Wildpferden

•Durchführung regelmäßiger Polizeikontrollen in Abstimmung der Kreise Coesfeld/Recklinghausen

•Einrichtung von Rangerstellen durch die beteiligten Kreise bzw. Kommunen

•Zurücknahme der Verbuschung der Offenlandbiotope

•Verschluss der Entwässerungsgräben

•Umwandlung bzw. Extensivierung der Ackerflächen (Verbot von Bioziden und Düngung)

 

Mitglieder unseres Vereins sind gerne bereit, an der Weiterentwicklung des Gebietes mitzuarbeiten. Wir wünschen uns für alle eine tragbare Lösung, die dieser Region die Chance gibt, der Natur einen angemessenen Schutz zu gewähren. Die Zeit drängt bevor durch die Verbuschung der Freiflächen dieses Naturerbe ganz zerstört wird!

 

Mit freundlichen Grüßen 

 

Dieser Brief wurde am 18.06.2021 an den Landrat des Kreises Coesfeld im Kreishaus überreicht. Außerdem war der Leiter der Unteren Naturschutzbehörde beim Kreis Coesfeld, Christoph Steinhoff, anwesend.

Dabei waren Dorothea Knepper-Wollny, Markus Suthoff und Winfried Rusch. 

 

Weitere Informationen zum Thema "Borkenberge" beim DBU.

DBU Naturerbe Borkenberge.

 

- Bericht auch in der Lokalzeit Münsterland und im Radio Kiepenkerl am 13.07.2021.

- Bericht auch im Westalium am 14.07.2021.

- Bericht in den Ruhrnachrichten am 16.07.2021 "Einzigartige Landschaft in Gefahr" - NABU fordert schnelles Handeln.

- 28.07.2021: "Sorge um ein Naturparadies - Das plant die DBU Naturerbe in den Borkenbergen / Kreis und NABU drängen zur Eile" - Dülmener Zeitung

- Borkenberge bei Wikipedia

- Westfalens wilder Westen

- Polizei Coesfeld - Presseportal

 

- Der Truppenübungsplatz Haltern-Borkenberge (Kreise Coesfeld und Recklinghausen). Thomas Zimmermann, Coesfeld und Christian Feuring, Münster. Abhandlungen aus dem Westfälischen Museum für Naturkunde, 71 (3): 7 – 28. Münster, 2009

Borkenberg am 19.07.2021

Blumen am Wegesrand - 19.07.2021


40 Jahre lang im Einsatz für die Natur - 09.06.2021 DÜLMENplus

Download
40 Jahre lang im Einsatz für die Natur
Presseartikel vom 09.06.2021 - DÜLMENplus
DPHP1-0609-S01.pdf
Adobe Acrobat Dokument 6.0 MB
Download
Presseartikel vom 09.06.2021 - DÜLMENplus
DPHP1-0609-S06.pdf
Adobe Acrobat Dokument 5.3 MB


Bundestagswahl: Geben Sie Natur und Klima Ihre Stimme!

Wir brauchen Renaturierung, erneuerbare Energien, naturverträgliche Landwirtschaft und vieles mehr, um Klimakrise und Artensterben zu stoppen. Zusammen machen wir deshalb die Bundestagswahl zur Natur- und Klimawahl. Geben Sie jetzt Ihr persönliches Wahlversprechen ab. 

Jetzt mitmachen: Meine Stimme für Klima- und Naturschutz!

Schützen reicht nicht mehr: Wir müssen beschädigte und zerstörte Lebensräume wiederherstellen, wenn wir Klimakrise und Artensterben aufhalten wollen. Weitere Informationen...