Willkommen beim NABU Coesfeld e.V.


Pressemitteilung: Das Komitee gegen Vogelmord e.V. und der NABU Kreisverband Coesfeld e.V. sind empört über die Einstellung des Ermittlungsverfahrens im Fall der Rotmilan-Vergrämung in Ottmarsbocholt.

Nach der Einstellung des Verfahrens durch die Staatsanwaltschaft kann der Beschuldigte allerdings immer noch mit einem Bußgeld belegt werden.

Im März dieses Jahres war von einem Mitarbeiter der Unteren Naturschutzbehörde beobachtet worden, wie eine von der Polizei identifizierte Person ein Rotmilanpaar durch Stockschläge in der Nähe des Nestes zu verscheuchen versuchte. Um die Tiere zu vertreiben, sollen laut Ermittlungen der

Staatsanwaltschaft Münster sogar Drohnen eingesetzt worden sein.

 

Da Rotmilane nach dem Bundesnaturschutzgesetz streng geschützt sind, stellt jede Art der Nachstellung, ob Fangen, Vertreibung, Vergiftung oder Abschuss eine Straftat dar, die mit bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe geahndet werden kann. Drei Anzeigen waren bei der örtlichen Polizei eingegangen, unter anderem vom NABU Coesfeld und dem Komitee gegen den Vogelmord e.V.

 

Das damals gegen den Beschuldigten eingeleitete Ermittlungsverfahren wurde nun von der Staatsanwaltschaft Münster eingestellt. Zur Begründung hieß es, dass keine Verschlechterung des Erhaltungszustandes der lokalen Rotmilanpopulation nachzuweisen war, da das betroffene Paar nach der Vergrämung wieder in seinen Brutwald zurückkehrte. Die anschließende Brut verlief später allerdings erfolglos, wie ein Mitarbeiter des Naturschutzzentrums Kreis Coesfeld am 21.06. feststellen musste. Zwei tote Jungvögel lagen unter dem aufgegebenen Rotmilan-Horst. Auch die

Altvögel waren nicht mehr in Horstnähe zu beobachten.

 

Nach der Auffassung der beiden Naturschutzverbände stellt bereits der Versuch einer Vergrämung

einer streng geschützten Vogelart eine Straftat dar, die nicht toleriert werden darf. „Leider hat die

Justiz hier eine große Chance vertan, endlich ein klares Zeichen gegen die illegale Verfolgung

geschützter Wildtiere zu setzen“, so Dorothee Knepper-Wollny, Vorsitzende des NABU Coesfeld.

Bemerkenswert ist laut dem Komitee gegen den Vogelmord, dass in der Nähe des Tatortes zwei

Windenergieanlagen geplant sind. Das Komitee und der NABU vermuten, dass ein Zusammenhang

zwischen der Windkraftanlage und der versuchten Vergrämung besteht. Rotmilane können bei zu

geringer Entfernung zu geplanten Windenergieanlagen ein Problem im Rahmen des

Genehmigungsverfahrens darstellen, da zu den Brutplätzen ein ausreichend großer Abstand

eingehalten werden muss. Die Vögel gelten als windkraftsensibel und können bei Kollisionen mit den

Rotoren um Leben können.

 

Insbesondere brütende Altvögel in der Nähe von Windenergieanlagen verunglücken häufiger und

gleichzeitig sind die Altvögel besonders bedeutsam für die Bestandsentwicklung. Die Einhaltung von

Mindestabständen zwischen Windenergieanlagen und Brutplätzen des Rotmilans ist besonders

wichtig.

 

Das Komitee gegen den Vogelmord und der NABU haben die Kreisverwaltung dazu aufgefordert, den

Verstoß nun im Rahmen eines Ordnungswidrigkeitsverfahrens zu ahnden und den Beschuldigten

zumindest mit einem Bußgeld zur Verantwortung zu ziehen.

Foto: Josef Fleige


09.11.2022: Mitarbeiter des Naturschutzzentrum Kreis Coesfeld im Einsatz im NSG Holler Kley

Frühstück spendiert von Erich Hirsch und Winfried Rusch.


Bartgeier (Gypaetus barbatus) mit Namen "Eglazine" in Coesfeld

Der NABU Coesfeld erhielt folgendes Mail:

Guten Tag, 

mit dieser Mail möchte ich Sie von einer sehr ungewöhnlichen Tiersichtung auf dem Coesfelder Berg berichten (03. 11.2022). Wie Sie auf dem Bild hoffentlich erkennen können, handelt es sich offensichtlich um einen Geier! Jetzt frage ich mich natürlich, was der im Münsterland macht. Wie auch immer, es würde mich freuen, wenn Sie Ideen diesbezüglich haben oder die Info für Sie von Nutzen ist.

Über eine Rückmeldung würde ich mich freuen.

Viele Grüße 

Simon Holthaus

 

Es handelt sich hier um den Bartgeier mit Namen "Eglazine" und ist 2020 in Süd-Frankreich ausgesetzt mit einem GPS-Tracker.

 

Weitere Beobachtung: Am Morgen des 05.11.2022 wurde im Kreis Borken ein junger Bartgeier (Gypaetus barbatus) beobachtet. Dieser seltene Vogel wurde auf einem abgemähten Grasacker entdeckt und konnte glücklicherweise fotografiert werden. Weitere Informationen über "Eglazine" auch hier.

Foto von Simon Holthaus, Coesfeld


Braunkehlchen ist Vogel des Jahres 2023

Es ist allen davon geflogen: Mit sagenhaften 58.600 Stimmen hat das Braunkehlchen die Wahl zum Vogel des Jahres 2023 mit deutlichem Abstand gewonnen. Feldsperling, Neuntöter, Trauerschnäpper und das Teichhuhn hatten da das Nachsehen. Fast 135.000 Menschen nahmen an der Aktion vom NABU und dem Landesbund für Vogel- und Naturschutz (LBV) teil.

Weitere Informationen...


„Kein Segen für das Töten“ – Offener NABU – Brief an die Kirchengemeinden zur Hubertusjagd

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

die „Fuchsfreunde NABU“ rufen dazu auf, keinen Segen für das Töten von Tieren im Rahmen von Hubertusmessen zu erteilen. Die „Fuchsfreunde NABU“ sind ein Zusammenschluss von Gegnern der Fuchsjagd innerhalb des NABU (Naturschutzbund Deutschland). Ihr Ziel ist die vollständige Abschaffung der Fuchsjagd, ein Zwischenziel dabei ist eine klare Positionierung des gesamten NABU bundesweit gegen die Fuchsjagd. Weiter lesen...


NABU / NRW vergibt Auszeichnung als „Fledermausfreundliches Haus“ nach Lüdinghausen, EFH in der Straße „Zur Weide“

Welches Säugetier fliegt mit den Händen, sieht mit den Ohren und hängt zum Schlafen kopfunter an der Wand? Solche Fragen kann Frau Dorota Pierick, wohnhaft in Lüdinghausen, Wiesengrund, problemlos beantworten. Zumindest seit Sie sich durch Schriften des NABU / NRW informiert hat. Diese Informationen bekam sie mit Unterstützung von Fledermausfreund Reinhard Loewert, NABU-Kreisverband Coesfeld,

AG Fledermausschutz, direkt von der Zentrale des NABU, Landesverband NRW, aus Düsseldorf zugeschickt.

Weitere Informationen


Ausgezeichnete Naturoase

Für Natur und Klima: Warum dein Naturgarten, Ökoteich, oder deine Blumenwiese wichtig ist.

Design Luke Hintemann - NABU Borken/Adrienne Rusch. Schild (Alu-Verbundplatte) für diese Aktion.
Design Luke Hintemann - NABU Borken/Adrienne Rusch. Schild (Alu-Verbundplatte) für diese Aktion.

Der NABU Kreisverband Coesfeld zeichnet Bürger aus, die ihren Garten, ihre Wiese, ihren Teich, oder andere Flächen naturnah gestaltet, sozusagen ihre „Naturoase“ geschaffen haben. 

 

Naturnahe Flächen werden immer seltener und damit gleichzeitig auch immer bedeutsamer. Nicht nur als Überlebensraum für Wildtiere und Pflanzen, sondern auch zum Schutz unserer natürlichen Lebensgrund-lagen incl. des Klimas. Weiter lesen...

Diese Aktion startete im Juli 2022 bis Ende August 2022. Die Aktion wird im Jahr 2023 wieder stattfinden.

 


Der NABU Kreisverband Coesfeld ist entsetzt.

Foto: Josef Fleige

In der Zeitungsausgabe der Westfälischen Nachrichten vom 17.03.2022 wurden wir mit dem Artikel „Rotmilane sind vergrault worden“ von Thomas Fromme konfrontiert. Der Kreis Coesfeld hatte einen Hinweis bekommen, dass Vergrämungsmaßnahmen gegen den Rotmilan in seinem Brutwald bei Ottmarsbocholt erfolgt worden seien. Die Vertreibung soll sogar mit Hilfe von Drohnen durchgeführt worden sein. Daraufhin machte der Kreis Coesfeld eigene Beobachtungen und konnte feststellen, wie jemand mit Ästen gegen die Bäume geschlagen habe, um die Rotmilane vom Horst-Bau abzuhalten. Rotmilane kommen seit Anfang März aus ihren Winterquartieren und besetzen ihre Horstbäume.

Da Rotmilane streng geschützt sind, stellt jede Art der Nachstellung, ob Vertreibung, Vergiftung oder Abschuss eine Straftat dar, die mit bis zu 5 Jahren Freiheitsstrafe geahndet werden kann. Interessant ist bei dieser Freveltat auch, dass in der Oberbauerschaft südlich vom Ottmarsbocholter Ortskern zwei Windenergieanlagen geplant sind. Der NABU vermutet, dass ein Zusammenhang zwischen der Windkraftanlage und Rotmilan besteht. Die Einhaltung von Mindestabständen zwischen Windenergieanlagen und Brutplätzen des Rotmilans ist besonders wichtig. 

Der NABU Coesfeld stellte im April 2022 bei der Polizei in Lüdinghausen eine Strafanzeige.

Der Rotmilan im Kreis Coesfeld. Weitere Informationen

- Rotmilan-Todesursachen und Gefährdung durch Windenergieanlagen. HGNO 
- HGNO Stellungnahme


Kauf einer Grünlandfläche im NSG Letter Bruch

Der NABU Coesfeld ist neuer Eigentümer einer Fläche im NSG Letter Bruch.

Der Flurbereinigungsbehörde ist es gelungen, im Rahmen der Flurbereinigung Groß Reken die nachfolgend aufgeführten Flächen innerhalb des Naturschutzgebietes „Letter Bruch“ verfügbar zu machen.

 

Gemarkung Flur Nr. Größe, Flurstück 59, Flur 22, Nr. 58 und 59

Lette 22 58 1.922 m²

Lette 22 59 6.071 m²

                       7.993 m²

Auf den Grundstücken befindet sich ein Viehstall.

 

Mitteilung der Flurbereinigungsbehörde: Hiermit weise ich den NABU Kreisverband Coesfeld mit Wirkung vom 01.11.2021 in den Besitz der Grundstücke ein. Die eigentumsrechtliche Regelung gemäß § 54 FlurbG erfolgt im Flurbereinigungsplan Groß Reken. 


Ein neuer Rotmilanflyer ist fertig.

Download
NABU_Faltblatt_Rotmilan_WEB.png
Portable Network Grafik Format 5.5 MB
Download
NABU_Faltblatt_Rotmilan_WEB2.png
Portable Network Grafik Format 2.2 MB

Naturschutz im Kreis Coesfeld - Machen Sie mit!

NABU-Faltblatt.
Der NABU Coesfeld hat ein neues Faltblatt zum 40jährigem Jubiläum erstellt. Für Mensch und Natur seit 1981.
Download
NABU-Faltblatt.
Der NABU Coesfeld hat ein neues Faltblatt zum 40jährigem Jubiläum erstellt. Für Mensch und Natur seit 1981.
NABU_Faltblatt_Coes_DRUCK.pdf
Adobe Acrobat Dokument 3.8 MB

Der aktuell in der Gemeinde Senden vergiftete Rotmilan.

Foto: Naturschutzzentrum Kreis Coesfeld e.V. / Matthias Olthoff

Naturschützer sind entsetzt: Erneute Rotmilan-Vergiftung im Kreis Coesfeld

Der Rotmilan ist ein faszinierender Greifvogel, der durch seinen gekerbten Schwanz und seine rote Färbung gut zu erkennen ist. Mit über der Hälfte der Weltpopulation hat Deutschland eine besondere Verantwortung für den Schutz dieser Art. In den letzten Jahren ist erfreulicherweise ein leichter Bestandsanstieg der Art im Münsterland zu verzeichnen.

In einer gemeinsamen Aktion hatten das Naturschutzzentrum, der NABU Coesfeld und die Untere Naturschutzbehörde des Kreises Coesfeld im Frühjahr 2021 die Bevölkerung erneut zur Meldung von Rotmilanen aufgerufen. Mehr als 300 Beobachtungen sind seitdem eingegangen. Bei der Kontrolle eines Horstes in der Gemeinde Senden machten die Naturschützer im Juli jedoch einen erschreckenden Fund: ein noch auf zwei Eiern sitzender Rotmilan wurde tot auf seinem Nestaufgefunden. 

Nachdem das tote Tier mit Hilfe eines Baumkletterers von seinem Horst geborgen werden konnte, wurde es unmittelbar dem Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt in Münster übergeben. Von dort kam nun der traurige Befund: der Milan ist mit einem bereits seit 2007 in der EU nicht mehrzugelassenen Insektizid vergiftet worden.


Leider ist dies nicht der erste Fall von Greifvogelvergiftungen im Kreisgebiet. Bereits 2019 konnten Mitarbeiter des Naturschutzzentrums mehrere vergiftete Rotmilane unter einem Nest in der Gemeinde Ascheberg vorfinden, erst im Februar 2021 wurden zwei vergiftete Mäusebussarde in den Gemeinden Billerbeck und Nottuln nachgewiesen. Eine Anfrage beim Komitee gegen den Vogelmord e.V. (Bonn) bestätigt diese traurige Tendenz: die Erfassungs- und Dokumentationsstelle für Greifvogelverfolgung und Artenschutzkriminalität (kurz: EDGAR) meldet seit 2005 insgesamt 23bekannt gewordene Fälle illegaler Verfolgungen im Kreis Coesfeld.

Aus Ermittlungsgründen werden der genaue Fundort und die Art des verwendeten Giftes nichtöffentlich bekannt gegeben. Das Gift stellt jedoch nicht nur für Greifvögel eine Gefahr dar. Menschen, die mit dem hochgefährlichen Gift in Kontakt kommen oder auch Hunde, die vergiftetes Fleisch aufnehmen, können schwere gesundheitliche Folgen davontragen. Die Naturschutzbehörde hat nun Strafanzeige gegen Unbekannt gestellt – in der Hoffnung, dass die Polizei die Täterüberführen kann. Denn eine Greifvogelvergiftung ist kein „Kavaliersdelikt“. Greifvögel wie der Rotmilan gehören zu den streng geschützten Arten. Jede Art der Nachstellung stellt eine Straftat dar, die mit bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe geahndet werden kann.

Die Naturschützer sind sich einig: sie werden auch in den nächsten Jahren bei diesen Straftaten nicht wegschauen und diese skrupellosen Vergiftungsaktivitäten zur Anzeige bringen.

Bei verdächtigen Funden toter Greifvögel melden Sie sich bitte bei der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises Coesfeld. Bitte sehen Sie dabei aber von der Meldung toter Straßenverkehrsopfer ab.

 

Gemeinsame Pressemitteilung von NABU Coesfeld e. V. Naturschutzzentrum Kreis Coesfeld e. V. Kreis Coesfeld | Untere Naturschutzbehörde. 05.09.2021

Ein Baumkletterer holt den vergifteten Rotmilan aus dem Horst.

Fotos: Naturschutzzentrum Kreis Coesfeld e.V. / Matthias Olthoff


Rotmilan (Milvus milvus), Fotos: Hans-Wilhelm Grömping

Download
Pressebericht - Ruhr-Nachrichten
VLW-Medienhaus Lensing_E-Paper-Ausgabe_R
Adobe Acrobat Dokument 262.9 KB
Download
Pressebericht - Ruhr-Nachrichten
VLW-Medienhaus Lensing_E-Paper-Ausgabe_R
Adobe Acrobat Dokument 502.8 KB

Rotmilan (Milvus milvus), Foto: Matthias Olthoff
Rotmilan (Milvus milvus), Foto: Matthias Olthoff

Wer hat den Rotmilan gesehen?

 

Der Rotmilan ist ein beeindruckender Greifvogel, der in den letzten Jahren im Kreis Coesfeld häufiger zu beobachten ist. Die umgangssprachlich auch Gabelweihe genannte Art ist auf Grund seiner roten Färbung und seines gekerbten Schwanzes nahezu unverwechselbar. Über die Hälfte der Weltpopulation brütet in Deutschland, weswegen wir eine besondere Verantwortung für den Schutz dieser Art haben.

 

Das Naturschutzzentrum Kreis Coesfeld, der NABU Kreis Coesfeld und der Kreis Coesfeld möchten möglichst viel über die Verbreitung des Rotmilans wissen, um die Art in Zukunft besser schützen zu können.

 

Bereits im Jahr 2019 hatten wir aufgrund eines Presseaufrufes über 250 Rotmilan-Meldungen aus dem Kreis Coesfeld erhalten, die uns wertvolle Hinweise zu Vorkommen der Art gebracht haben. Deswegen möchten wir Sie erneut bitten, uns aktuelle Beobachtungen des Rotmilans aus dem Kreisgebiet mitzuteilen.

Bitte melden Sie Ihre aktuellen Beobachtungen, am besten mit Datum, Telefonnummer für eventuelle Rückfragen sowie einer Kartendarstellung, an: rotmilan@naturschutzzentrum-coesfeld.de

Tipp:

Informationen über den Rotmilan

- Rettet die Roten