Aktuelles 2024


05.06. und 06.06.2024 jeweils von 17-18 Uhr. Familienexkursion zum Steinkauzrevier in Billerbeck.

Leitung: Winfried Rusch

Der Weg ins Revier wird mit dem PKW zurückgelegt.

Der Steinkauz ist die kleinste Eule im Kreis Coesfeld. Winfried Rusch führt seit über 40 Jahren ein Artenschutzprogramm für den Steinkauz durch. An diesem Nachmittag fahren wir in ein Steinkauzrevier und erfahren dabei, wie sie bei uns leben. Der Weg ins Revier wird gemeinsam mit PKW-Fahrgemeinschaften zurückgelegt. Die Exkursion wird an zwei Terminen in Billerbeck angeboten.

Diese Exkursion wird in Zusammenarbeit mit dem Biologischen Zentrum Lüdinghausen und dem Naturschutzzentrum Kreis Coesfeld e.V. durchgeführt.  


07.06.2024 jeweils von 17-18 Uhr. Familienexkursion zum Steinkauzrevier um Dülmen-Rorup

Leitung: Roland Kaul (Naturschutzzentrum Kreis Coesfeld e.V.) und Winfried Rusch NABU Coesfeld.

Der Weg ins Revier wird mit dem PKW zurückgelegt.

Diese Exkursion wird in Zusammenarbeit mit der VHS Dülmen und dem Naturschutzzentrum Kreis Coesfeld e.V. durchgeführt.  


26.05.2024 von 11-17 Uhr: "Tag der offenen Tür" im Biologischen Zentrum in Lüdinghausen.

Der NABU Coesfeld war mit einem INFO-Stand vertreten.


20 Jahre künstlicher Stollen mit Braunen Langohren

Erstmalig seit Herbst 2023 mische ich mich nach vielen Jahren meiner Arbeit zu Fledermäusen und der Betreuung von privaten Quartieren nun offiziell unter die AGs für

Fledermausschutz, auch für den NABU Coesfeld, mit Fokus auf den südlichen Teil des Kreises.

 

Reinhard Loewert übergab mir nach langjähriger Tatkraft ´seine´ Bunker sowie den künstlichen Fledermausstollen, den ich seither vor Ort beim Biologischen Zentrum

Lüdinghausen betreue. Dieser Stollen feiert nach Einweihung in 2004 nun sein 20-jähriges Jubiläum.

Der Bau dauerte 2 Jahre, war begleitet von Höhen und Tiefen, so dass Reinhard Loewert und seine Mitstreiter stolz zurück blicken dürfen auf so viel Schwerstarbeit ´an der

Schippe´ und dieses außerordentliche Bauwerk. 

Und genau dort verbringen nun Braune Langohren in feuchter Kühle die Winterzeit.

 

Unter den hiesigen Fledermausarten fallen sie auf durch ihre riesigen Ohren. Diese biegen sie in Ruhezeiten zum Schutz unter die Arme zurück und sehen somit aus wie kleine Widder. Dabei ragt nur noch der sog. Tragus, ein Artbestimmungsmerkmal, heraus.

Anders als die zu Tausenden in den Baumbergen überwinternden Mausohr-Arten, überwintern Braune Langohren nur in Zusammenschlüssen von ca. 20 Tieren. Unter Rotlicht gezählt können wir schnell erkennen, ob Populationen stabil sind.

Braune Langohren sind so etwas wie Pioniere. Andere Arten können folgen, müssen es aber nicht.

 

Fledermäuse sind wählerisch. Eine Besiedlung neu geschaffener Quartiere kann viele Jahre dauern. So dauerte es auch in diesem Stollen 5 Jahre des langen Wartens, bis die erste Fledermaus einzog. Artspezifische Faktoren müssen stimmen. Zuletzt konnte in einem anderen Bunker eine flache Bewässerung diese Art zurück locken in ihr altes Quartier, denn es war zu trocken geworden in den Jahren zuvor.

Auch dies ein Erfolg! 

Text und Fotos: Dagmar Fritz



Tipp: 06.05.2024: Birdrace 2024

Das Birdrace lockt bundesweit wieder hunderte Teams in die Natur, die sich einen ganzen Tag lang mit der heimischen Vogelwelt beschäftigen werden. Es gilt innerhalb von 24 Stunden so viele Vogelarten wie möglich zu finden.

Koordinator für den Kreis Coesfeld ist Kevin Hielscher. Wer mitmachen möchte kann sich bitte an Kevin Hielscher wenden:  E-Mail oder auch telefonisch: 0151 46663250.


05.05.2024 von 7.00-10.00 Uhr. Exkursion: Vogelstimmenwanderung in den Borkenbergen

Leitung: Matthias Olthoff, Naturschutzzentrum Kreis Coesfeld e.V. 

Der ehemalige Truppenübungsplatz Haltern-Borkenberge ist seit dem Abzug des britischen Militärs

im Jahr 2015 als Nationales Naturerbe ausgewiesen. Die nährstoffarme Heide- und Moorlandschaft

ist eines der ornithologisch bedeutendsten Gebiete im Kreis Coesfeld und zurecht als Europäisches

Vogelschutzgebiet ausgewiesen. In der offenen Heidelandschaft finden seltene Arten wie

Heidelerche, Wiesenpieper oder der nachtaktive Ziegenmelker geeignete Brutlebensräume vor. Die

älteren Laubwälder sind Heimat von fünf Spechtarten, deren Höhlen später von Hohltaube,

Gartenrotschwanz und Trauerschnäpper genutzt werden. Bei einer morgendlichen Wanderung auf

dem für Besucher freigegebenen Rad- und Wanderweg wird versucht, möglichst viele der in den

Borkenbergen vorkommenden Vogelarten zu hören und zu sehen. Diese Exkursion wird in Zusammenarbeit mit dem Naturschutzzentrum Kreis Coesfeld und der VHS Dülmen durchgeführt. 


21.04.2024 von 10-12.30 Uhr. Naturkundliche Wanderung zu Brachvögeln, Kiebitzen und Nachtigallen ins NSG Letter Bruch.

Leitung: Matthias Olthoff, Naturschutzzentrum Kreis Coesfeld e.V. 

Das 66 ha große Naturschutzgebiet Letter Bruch ist ein Relikt der ehemals ausgedehnten Feuchtwiesengebieten des Kreises Coesfeld. Rund 30 ha befinden sich seit 1991 im Eigentum des Landes NRW und werden im Rahmen des Vertragsnaturschutzes überwiegend extensiv beweidet. Auf einem Rundgang wurde das Naturschutzgebiet erkundet.


07.04.2024 von 10.00-12.30 Uhr Exkursion: Von Feldlerchen und Rotmilanen

Leitung: Münsterland-Safaris, Udo Wellerdieck, Friedensstr. 28, 48145 Münster 

Feldlerchen sind bekannt für ihren ausdauernden Sinkflug, bei dem sie hoch in den Himmel aufsteigen. Ihr Vorkommen im Münsterland ist stark rückläufig. Dieser Spaziergang führt in ein Gebiet, in dem Feldlerchen zu beobachten sind. Auch Kolkraben, Rohrweihen und Rotmilane gibt es vor Ort - und auch sie sollen beobachtet werden. Dabei erfahren Sie viel Wissenswertes über die Lebensweise dieser Tiere. Teilnehmer: 30 Personen.

Da Udo Wellerdieck erkrankte, wurde die Exkursion von Dorothea Knepper-Wollny und Winfried Rusch geleitet. 


02.04.2024 von 19.30 -21.00 Uhr: Vortrag – Der Kiebitz - Vogel des Jahres 2024

Veranstaltungsort: Biologisches Zentrum Kreis Coesfeld in Lüdinghausen, Rohrkamp 29.

NABU-Abend mit Vortrag über Probleme und Möglichkeiten für den Vogel des Jahres. Referent: Michael Jöbges. Teilnehmer: 50 Personen.


05.03.2024 von 19.30-21.00 Uhr: Vortrag Wunderwelt Amphibien

Referentin: Farina Graßmann, Veranstaltungsort: Biologisches Zentrum Kreis Coesfeld in Lüdinghausen, Rohrkamp 29.

Unken mit herzförmigen Augen, Kröten mit Fesselkünsten und Frösche, die ihre Farbe wechseln – all das und vieles mehr lässt sich in unserer heimischen Amphibienwelt bestaunen. Die Paarungsgesänge unserer Amphibien sind aus Gärten und Landschaft nicht wegzudenken: Doch sie drohen zu verstummen.

In einem bebilderten Vortrag entführt Farina Graßmann in das faszinierende Leben der Amphibien. Sie ist Naturfotografin und Autorin unter anderem des Buches “Wunderwelt heimische Amphibien“. Dafür hat sie alle 20 hierzulande heimischen Amphibienarten in der Natur fotografiert. In ihrem Vortrag erzählt sie von den Begegnungen, die sie auf ihren Reisen gemacht hat, und geht der Frage auf den Grund, wie wir die Tiere schützen können.

 

Über

Farina Graßmann arbeitet als Naturfotografin, Autorin und Referentin für Naturschutzthemen. Die kleinen und großen Geschichten aus der Natur zu erzählen und damit für sie zu begeistern, ist der Antrieb für ihre Arbeit. Dabei steht der Schutz der Natur und ihren Bewohnern für sie im Mittelpunkt. In ihren Büchern „Wunderwelt Totholz“ und “Wunderwelt heimische Amphibien“ spiegelt sich die Vielfalt an Motiven wieder, die ihre Arbeit als Fotografin ausmacht.

Fotos: Dagmar Fritz


Herzlichen Glückwunsch Ingrid und ElmarMeier

Am 14. Februar 2024 wurde es feierlich im Großen Sitzungssaal der Kreisverwaltung Coesfeld.

 

Landrat Dr. Schulze-Pellengahr überreichte im Auftrag des Bundespräsidenten die Verdienst-kreuze am Bande und die Verleihungsurkunden für ihre langjährigen Verdienste im Bereich des Natur- und Tierschutzes unserem NABU-Mitglied Elmar und seiner Frau Ingrid Meier.

 

Dr. Schulze-Pellengahr und Dr. Wagner, Kurator für Forschung und Artenschutz am Allwetterzoo Münster, ehrten in ihren Laudationen das über Jahrzehnte andauernde ehrenamtliche Engagement und den unermüdlichen Einsatz für den Schutz und der Nachzüchtung bedrohter asiatischer Schildkrötenarten.

 

Als im Oktober 2003 das Internationales Zentrum für Schildkröten-schutz (IZS) im Allwetterzoo Münster eingeweiht wurde, war das vor allem der Verdienst von Ingrid und Elmar Meier, die über Jahre hinweg dafür geworben haben, ein solches Zentrum aufzubauen.

 

Das Ansinnen war eine nachhaltige Erhaltungszucht aufzubauen und damit Privathalter mit einem Zoo zu vernetzen. Und dies ist gelungen, denn mittlerweile hat der Allwetterzoo die Verantwortung für diese besondere Artenschutzeinrichtung, die internationale Beachtung aufweisen kann, übernommen und führt die Arbeit des Ehepaars erfolgreich weiter.

 

2017 gelang eine ganz besondere Nachzucht: die ersten Individuen der Zhoui’s Scharnierschildkröte (Cuora zhoui), deren Elterntiere selber bereits im Zoo geboren wurden, sind geschlüpft. Dies ist auch auf den immensen Einsatz von Ingrid und Elmar Meier zurückzuführen. Deshalb wurde Elmar in den USA mit dem renommierten Pritchard Award für sein beeindruckendes Lebenswerk geehrt. Die Auszeichnung, die von bedeutenden Organisationen wie dem Turtle Conservation Fund (TCF), der Turtle Conservancy (TC), der

Turtle Survival Alliance (TSA) und der IUCN Species Survival Commission (IUCNSSC) vergeben

wird, würdigt diese über zwei Jahrzehnte unermüdliche Arbeit.

Herzlichen Glückwunsch

Dorothea Knepper-Wollny


Ornithologische Berichte aus dem Kreis Coesfeld

Der NABU Coesfeld erfasst seit vielen Jahren Beobachtungen von Vögeln der etwas selteneren Arten im Kreis Coesfeld, die von unserem NABU-Mitglied Reinhard Trautmann jeweils in Jahresberichten zusammengestellt werden.

 

Nach 20-jähriger Datenerfassung diese Arbeit möchte Reinhard Trautmann diese ab 2023 nicht weiter fortsetzen. Für die fleißige Mitwirkung in den vergangenen Jahren möchte ich mich ganz herzlich bedanken und wünsche Ihnen viel Spaß an weiteren ornithologischen Beobachtungen.

Reinhard Trautmann

 

NABU Mitglied Kevin Hielscher wird ab 2024 die Beobachtungsdaten in einem Jahresbericht erfassen. Beobachtungen von seltenen Vogelarten im Kreis Coesfeld können per E-Mail, über das Kontaktformular oder auch telefonisch an Kevin Hielscher weiterleiten.

Telefon: 0151 46663250 oder Kontaktformular ausfüllen.


Im Januar werden wieder Vögel gezählt. Vom 5. bis 7. Januar 2024 ruft der NABU auch in Nordrhein-Westfalen zur bundesweiten Mitmachaktion „Stunde der Wintervögel“ auf.

Zum 14. Mal gilt es: Handy oder Stift gezückt und eine Stunde lang Meisen, Finken, Rotkehlchen und Co. am Futterhäuschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park zu beobachten, zu zählen und zu melden.

Alle Menschen in Nordrhein-Westfalen können dabei helfen, mehr über die heimische Vogelwelt in unseren winterlichen Gärten und Parks zu erfahren. Im Mittelpunkt der Aktion stehen die uns vertrauten und oft weit verbreiteten Vogelarten. Wo kommen Sie vor, wo sind sie häufig und wo selten geworden, wie wirkt sich der Klimawandel auf die Wintervögel aus? „Je genauer wir über solche Fragen Bescheid wissen, desto besser kann sich der NABU für den Schutz der Vögel stark machen“, erklärt Christian Chwallek, Sprecher des Landesfachausschusses Ornithologie im NABU NRW. Neben den „Standvögeln“, die das ganze Jahr über bei uns bleiben, lassen sich zahlreiche weitere Wintergäste beobachten. So tauchen in manchen Wintern in riesiger Zahl "Invasionsvögel" wie Seidenschwanz, Erlenzeisig oder Bergfink auf, die ihre Heimat aufgrund von Nahrungsengpässen verlassen und dabei weite Entfernungen zurücklegen.

Zudem soll geschaut werden, inwieweit sich das Zugverhalten ändert, ob beispielsweise immer mehr „klassische Zugvögel“ auch im Winter bei uns bleiben. „Und Spaß macht Vogelzählen außerdem. Wer nicht ganz vogelfest ist, kann am Dreikönigs-Wochenende mancherorts gemeinsam mit dem NABU zählen oder sich vorher mit dem NABU-Vogeltrainer, Lernvideos oder der NABU-Vogelwelt-App vogelschlau machen“, so der NABU-Vogelexperte weiter.

Die „Stunde der Wintervögel“ ist die größte wissenschaftliche Mitmachaktion Deutschlands. 2023 beteiligten sich mehr als 99.000 Vogelfreundinnen und -freunde bundesweit, in Nordrhein-Westfalen machten mehr als 17.000 Menschen mit. Weitere Informationen finden Sie hier.


WINFRIED RUSCH BEENDET SEIN ERFOLGREICHES EULENPROJEKT

42 JAHRE ARTENSCHUTZPROGRAMM IM KREIS COESFELD

Insgesamt 42 Jahre lang habe ich mich den Steinkäuzen im Kreis Coesfeld gewidmet. Nun endet leider aus Altersgründen diese lohnenswerte Arbeit.

 

Eulen (Strigiformes) sind auf der ganzen Erde und in allen Landschaften und Klimazonen verbreitet. In Europa kommen insgesamt 13 verschiedene Eulenarten vor. Davon brüten im Kreis Coesfeld fünf: Schleiereule, Steinkauz,

Waldkauz, Waldohreule und seit einiger Zeit auch wieder der Uhu.

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Jetzt die Natur in NRW mit einem neuen Nationalpark schützen!

Die Uhr tickt unerbittlich in der Naturkrise. Die Vielfalt der Arten und Lebensräume schwindet in einem beunruhigenden Tempo, mit weitreichenden Folgen für uns Menschen. Mittendrin: NRW am Wendepunkt. Wir können jetzt entscheidende Lebensräume schützen, indem wir einen zweiten Nationalpark schaffen.

 

Wohl auch in diesem Wissen hat die aktuelle NRW-Landesregierung die Schaffung eines zweiten

Nationalparks in NRW bereits im Koalitionsvertrag festgehalten. Doch jetzt schiebt sie ihre Verantwortung auf die Kreistage ab, die nach dem Landesnaturschutzgesetz NRW dafür gar nicht verantwortlich sind. Welcher Standort in Frage kommt, soll nun auf dieser Ebene geklärt werden. Wer dabei gar nicht direkt gefragt wird? Die Bürger*innen, die von einem Nationalpark unmittelbar profitieren können.

 

Gemeinsam bekämpfen wir die Naturkrise: Mit deiner Teilnahme hilfst du, die Biodiversität nicht nur zu schützen, sondern aktiv wiederherzustellen. Gemeinsam schaffen wir öffentlichen Druck, damit die Landesregierung ihre Versprechen einhält.

Jetzt abstimmen und handeln – für einen zweiten Nationalpark, für NRW, für unsere Zukunft!


Vogel des Jahres 2024: Kiebitz (Vanellus vanellus)

„Kie-wit“ – waren Sie auch Team Kiebitz? Dann wird Sie diese Nachricht freuen: Der Kiebitz hat die Wahl zum Vogel des Jahres 2024 gewonnen! Rund 28 Prozent der Stimmen erhielt der sympathische „Gaukler der Lüfte“, der durch den Verlust von Feuchtwiesen leider mittlerweile stark gefährdet ist.

 

Fast 120.000 Menschen haben in diesem Jahr ihre Stimme für ihren Lieblingsvogel abgegeben, dafür ein großes Dankeschön! Denn ob Kiebitz, Steinkauz, Rebhuhn, Rauchschwalbe oder Wespenbussard – alle Vögel, die zur Wahl standen, sind auch Botschafter für den Schutz unserer Natur. Wollen Sie wissen, wo Ihr Favorit gelandet ist?