22.02.2019 Ein neues altes Biotop für den Laubfrosch in Nordkirchen

In Nordkirchen im NSG Meinhövels Forst ist die Welt noch in Ordnung. Die Landschaft dort ist abwechslungsreich und facettenreich stukturiert. Wälder mit altem Baumbestand und Wiesen wechseln sich ab. Dornige Hecken bilden interessante Saumbiotope sogar für den Neuntöter. Es gibt einige Blänken und Tümpel für eine Vielzahl von Amphibien. 

 

Dieses Gebiet kennt wie keine andere unsere Doro Knepper Wollny. Sie war es auch, die darauf aufmerksam machte, dass es dort einen kleinen Teich gibt, in dem früher Laubfrösche heimisch waren und es jetzt wohl auch noch sind. Nachdem die untere Naturschutzbehörde des Kreises Coesfeld einverstanden war, den Aufwuchs um den Teich zu entfernen und die Kosten für den Bagger zu übernehmen, konnte das Projekt starten.

 

Der NABU übernahm sofort die Pflegearbeiten. Der Aufwuchs 3 m um den Gewässerrand wurde schonend entfernt, damit das Gewässer den ganzen Tag von der Sonne beschienen werden kann und sich schnell erwärmt. Einzelne Bäume hauptsächlich in Nordlage und der Überhang einer stattlichen Eiche blieben erhalten. Der Gewässerablauf in einen Graben wurde höher gelegt und neu modelliert. Damit ist das Gewässer infolge des sich ausbildenden höheren Wasserstandes dem Klimawandel besser gewappnet. Von dem Schnitt wurden Totholzhaufen angelegt, die Unterschlupfmöglichkeiten nicht nur für Rotkehlchen und Co bieten.

 

Alles in allem war das ein erfolgreicher Tag für den Laubfrosch, da Landwirt Christian Kalmon wie immer seinen Bagger sehr gut  und schonend beherrschte und mit guten Ideen voll bei der Sache war.  Danke Doro für den Kaffee.