Leitung: Winfried Rusch. Teilnehmerzahl: max. 20 Personen. Es wird um eine Spende gebeten!
Alle anderen Exkursionen vom NABU Coesfeld sind ausgebucht!
Der Steinkauz ist die kleinste Eule im Kreis Coesfeld. Winfried Rusch führte über 43 Jahren ein Artenschutzprogramm für den Steinkauz durch. An diesem Nachmittag fahren wir in ein Steinkauzrevier und erfahren dabei, wie sie bei uns leben. Der Weg ins Revier wird gemeinsam mit PKW-Fahrgemeinschaften zurückgelegt.
Weitere Informationen auch hier Artenschutzprogramm Steinkauz.

Am 11.07.2026 feiert der NABU Coesfeld, der am 20.07.1981 gegründet wurde, sein Sommerfest. Aus Anlass des Jubiläums feiern wir in Dülmen, Welte 21, bei Solawi-Crowdsalat e.V. Es wird auch eine Kräuterwanderung angeboten.
Der NABU Coesfeld organisierte in diesem Jahr das BUND/ NABU-Sommerfest. Kaffee und Kaltgetränke, sowie Grillwürstchen stehen dort bereit.
Bitte für das Sommerfest bis zum 01.07.2026 hier anmelden, um das Sommerfest besser zu planen.
Im Rahmen einer aktuellen Biodiversitätsstudie auf der DBU-Naturerbefläche Borkenberge (Kreise Coesfeld und Recklinghausen, Nordrhein-Westfalen) wurde jetzt eine weltweit neue Fliegenart entdeckt. Sie trägt den Namen Megaselia heimingshofensis und wurde durch den Wissenschaftler Valerio Caruso vom Staatlichen Museum für Naturkunde Stuttgart und weiteren Kollegen in einer Fachzeitschrift beschrieben. Die unscheinbare Art ist benannt nach ihrem Hauptfundort, dem kleinen Heimingshofmoor am Südrand der Borkenberge.
Entdeckt wurde die kleine Art im Rahmen einer zurzeit stattfindenden Biodiversitätsstudie, die der Biologe Karsten Hannig und das Naturschutzzentrum Kreis Coesfeld e. V. in Zusammenarbeit mit zahlreichen externen Fachleuten durchführen. Die Wissenschaftler untersuchen, wie sich der Zustand von Arten und Lebensräumen zehn Jahre nach Abzug des britischen Militärs im Jahr 2015 entwickelt hat. Großflächige und unzerschnittene Naturgebiete wie die Borkenberge, in denen auf den Einsatz von Dünger und Pestiziden verzichtet wird, sind von herausragender Bedeutung für den Erhalt der Biodiversität. Dies gilt insbesondere auch für die Insektenwelt, die stark unter der Lebensraumzerstörung und dem Einsatz von Pestiziden in der Normallandschaft leidet.
Die Offenhaltung der Heide- und Moorlebensräume in den Borkenbergen ist besonders wichtig, da hier zahlreiche gefährdete Arten beheimatet sind. Notwendige Projekte zum Erhalt der wertvollen Heidelandschaft in den Borkenbergen - wie das seit Jahren geplante Großbeweidungsprojekt „Westfalens Wilder Westen“ - lassen jedoch noch immer auf sich warten. Gemeinsam mit dem DBU Naturerbe, einer Tochtergesellschaft der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) und Flächeneigentümerin der Borkenberge, wird das Naturschutzzentrum Kreis Coesfeld jetzt Anstaumaßnamen zur Sicherung und Optimierung des Wasserhaushaltes im Heimingshofmoor durchführen. Hiervon profitieren nicht nur die neu entdeckte, unscheinbare Insektenart und viele andere moorspezifische Pflanzen- und Tierarten, sondern letztendlich auch der Mensch. Moorvernässungen stellen aufgrund der langfristigen Speicherung von Kohlenstoff im Boden eine der effektivsten Maßnahmen im Klimaschutz dar.
Pressemitteilung vom Naturschutzzentrum Kreis Coesfeld.
Im Januar dieses Jahres hat uns Rainer Gildhuis, ein Freund und Urgestein des NABU Kreisverbands Coesfeld, verlassen.
Als wir vor 15 Jahren aus Köln in den Kreis umzogen, war es unser Ansinnen, uns in den als Rentner verbleibenden Jahren möglichst intensiv der Natur zu widmen. Da wir niemanden in unserer zukünftigen Heimat kannten, googelten wir den Nabu Coesfeld und Rainers Name war der erste, auf den ich stieß. Dieses erste Gespräch war der Beginn einer intensiven Freundschaft zwischen uns.
Rainers ehrenamtliche Heimat war der NABU. Er stellte uns sofort wichtigen Persönlichkeiten vor, besuchte mit uns diverse Naturschutzgebiete, begleitete uns zu Nabu-Abenden und sorgte dafür, uns als "Kölner", mit den westfälischen Gepflogenheiten vertraut zu machen. Er begleitete all unsere naturschutzlichen Schritte, beriet uns fachlich und war stets zugegen, wenn wir einen Rat, einen Fachmann oder einfach nur Gesellschaft brauchten. In unzähligen Gartenspaziergängen begleitete er das Werden unseres inzwischen bekannten Naturgartens und erfreute sich mit uns über die
Rückkehr etlicher Arten auf unserem Land und auch im Wald.
Er sorgte dafür, dass ich in der Arbeitsgruppe "Artenvielfalt erhalten im Kreis Coesfeld" einen Platz
fand, etwas später wurde ich ins Redaktionsteam der "Naturzeit" aufgenommen. Es war mir eine so
große Freude, ihn bei den diversen Aufgaben, die es zu erledigen galt, zu begleiten, ihn ein wenig
zu unterstützen, und durch ihn zu lernen.
Kaum ein Fest gab es im Kreis, wo er nicht seinen Stand aufstelle, stets auf der Suche nach neuen
Mitgliedern für die so wichtige Sache des Naturschutzes. In unzähligen Gesprächen hat er
Menschen überzeugt, sich dem Naturschutz als Mitglied des NABU anzuschließen und
einzubringen.
Mit den Jahren ist er uns zu einem Vorbild, einem besten Freund und Mentor geworden. Als er mir
vor einigen Jahren erklärte, er würde Coesfeld verlassen, um näher bei seiner Familie wohnen zu
können, hat mich das enorm getroffen. Mir war sofort klar, welch große Lücke er hinterlassen
würde, fachlich wie menschlich.
Wir haben Rainer viel zu verdanken, und mit wir meine ich den gesamten NABU Kreisverband.
Er hat dem NABU etliche Jahre als Vorstandsmitglied gedient
– einige Jahre Vorstandsmitglied im NABU Coesfeld
- war als Redakteur und Autor unzähliger Artikel für die "Naturzeit", "Naturschutz in NRW" und für die Internetseite wichtig
– war Gründungsmitglied des Arbeitskreises Naturnaher Garten
– war Mitbegründer des Arbeitskreises "Artenvielfalt im Kreis Coesfeld"
– hat lange Zeit die NABU-Geschäftsstelle geführt
– war Vertreter im "Beirat der Unteren Naturschutzbehörde"
– war Mitarbeitet der Ausstellung im Jahr 2002 „Das Gänseblümchen in der Pflasterritze - von der Schönheit der Natur vor der Haustür“
Aber das ist alles nichts im Vergleich zu seinen menschlichen Qualitäten. Er war ein kluger, die
Natur stets verteidigender, aktiver Mitmensch und Freund, dem viele von uns eine große Menge
schulden.
Rainer, du bist in unserem Herzen und wirst auch dort bleiben. Wir danken dir.
Cristine Bendix
Aufräumarbeiten im NABU-Gebiet Börnste.
Februar 2026: Das Naturschutzzentrum Kreis Coesfeld hat Pflegearbeiten durchgeführt. Jetzt muss sich das Gebiet neu entwickeln. Informationen über dieses Gebiet.
Im Februar 2026 wurden auf der gepachteten Obstwiese an 24 Bäumen einen Pflegeschnitt durch die Firma Forst und Gartenservice, Sebastian Meyer aus Rosendahl durchgeführt.